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Meinung

Wie Umweltaktivisten die Erde zerstören

Atomenergie? Ja? Nein? Vielleicht?

Veröffentlicht

am

Quelle: Pixabay

Die globale Umwelt- und Klimapolitik im 21. Jahrhundert ist eines der monumentalsten und größten politischen Schlachtfelder der grün-lackierten Krypto-Kommunisten. Mich als jungen Deutschen bewegt das Thema der Umwelt- und Energiepolitik mehr als andere in meiner Altersgruppe. In diesem Artikel behandele ich dieses Thema ausführlich, weil ich sowohl gesellschaftlich als auch in meinem privaten Umfeld eine Veränderung des gesellschaftlichen Meinungsnarrativ wahrnehme.

Ich konnte noch in früh-jugendlichen Jahren erleben, wie eine scheinbar konservative Biologie-Lehrkraft innerhalb meiner ehemaligen Schulklasse Aufkleber verteilte, auf welchen „Atomkraft? Nein danke!“ zu lesen war. Unsere ehemalige Klassengemeinschaft lernte schon früh, dass die vermeintlich erneuerbaren Energiequellen die einzige Option für ein weiteres Verbleiben der Menschheit auf diesem Planeten seien. Getreu dem Motto: Wenn wir jetzt nichts ändern, geht die Welt unter.

Es wurde versucht, uns im Vorhinein eine Schuld in unser Gewissen einzupflanzen.

Wir sind schuld am Klimawandel, „unser Konsum zerstört die Erde“ und anderes Geschwafel musste ich stundenlang über mich ergehen lassen. Es war eine psychische Folter, denn ich wusste bereits, dass die Botschaft, welche die Lehrkraft uns vermitteln wollte, zutiefst unwahr und verstörend ist.

Die Lehrfachkraft schob einen ranzigen, alten, lauten Beamer in das Klassenzimmer und wir durften uns einen Propagandafilm höchster Couleur angucken. Emotionalisierende Musik, eine kaputt-geglaubte Welt, kommentiert von einem Sprecher, welcher die Welt durch seine schwarzweiße Defätisten-Brille für tot erklärt. Was macht dies mit einen nicht-gefestigten Jugendlichen? Die unschönen Bilder verstören und die kommunizierte Schuld pflanzt ein Gefühl der Wertlosigkeit der menschlichen Spezies in die Köpfe deutscher Jugendliche. Schon oft habe ich von anderen hören lassen, ohne uns Menschen ginge es der Welt deutlich besser.

Dem werten Leser könnte dieser Artikel seltsam vorkommen, jedoch appelliere ich an dessen Neugierde und bitte ihn, meine Worte konsequent durchzulesen.

Was treibt mich als jungen Deutschen in die Spinnenhände der „bösen, kapitalistischen“ Befürworter von Atomkraft? Es ist die reine Vernunft. Nein, ich nehme mir nicht die Frechheit heraus, altklug über Themen zu entscheiden. Ebenso wenig behaupte ich von mir selbst, die Weisheit mit dem Löffel gegessen zu haben. Meine Meinung hat sich nach mehreren Gesprächen mit Stadtrat-Abgeordneten jeglicher Parteien, Lehrkräften, Biologen und selbst-ernannten „Öko“-Aktivisten gefestigt.

Wir saßen bei einem familiären Essen, als eine Bekannte und meine Wenigkeit in einen politischen Diskurs über erneuerbare Energien kamen. Da merkte ich, dass die werte Dame in einer ganz anderen Realität lebt, als ich es tue. Ich konfrontierte sie mit ihrer utopischen Weltsicht, man könne die Menschheit komplett mit „erneuerbaren Energien“ versorgen. Ein technologisiertes Leben, nur mit Wind-, Sonnen- und Wasserkraft  – ist das denn überhaupt möglich? In einer links-grünen Denkblase selbstverständlich schon, die Realität sieht aber anders aus.

In Deutschland standen die Stromnetze im Frühjahr 2017 schon kurz vor einem totalen Blackout.

Und nein, dies ist kein Irrsinn. „Laut Angaben von Michael Vassiliadis, Chef der IG Bergbau Chemie Energie, wurde der Zustand am 24. Januar kritisch: Energieunternehmen und Netzbetreiber hätten an diesem Tag die Stromversorgung nur mit größter Mühe aufrechterhalten können, sagte der Gewerkschafter auf einer Veranstaltung in Haltern am See vor Journalisten. Denn die Deutschen forderten ungeachtet der Probleme – wie an anderen Tagen auch – mehr als 80 Gigawatt Leistung ab. ‚Die Erneuerbaren konnten nicht einmal fünf Prozent davon bieten‘, sagte Vassiliadis“, so auf RP Online nachzulesen unter dem Titel „Deutsches Stromnetz schrammt am Blackout vorbei„.

Als ich meine Bekannte auf diese Tatsache aufmerksam machte, blockte sie lediglich ab mit den Worten, der Junge (also ich) hätte von der Thematik einfach keine Ahnung. Es war jedoch umkehrt, wie es sich nach wenigen Minuten feststellen ließ. Ich entlarvte ihre grünen Umweltlügen wie am Fließband.

Es fing an mit den Windkraft-Anlagen im deutschen Wattenmeer. Sie brachte den Punkt an, dass diese dort richtig platziert seien; dort würde ja viel und ausreichend Wind wehen. Ja, ihre Aussage war diesbezüglich richtig, denn dort weht auch ausreichend Wind. Ich brachte sie aber in eine unangenehme Situation, als ich ihr Weltbild als heuchlerisch deklarierte, weil die OffshoreWindparks das einmalige Naturschutzgebiet und Weltkulturerbe, das Wattenmeer, nachhaltig schädigen.

Beispielsweise flüchteten schon während des Baus des Windpark Alpha Ventus im Jahre 2012 die Schweinswale vor dem Baulärm. Sprich, es gibt kaum noch Schweinswale in der südlichen Nordseebucht.

Ebenso sprach ich die Situation auf dem Festland an, auf welchem Dank der bundesweiten, lokalen Regierungen kein Abstand zwischen Vogelhorst und Rotorturm eingehalten wird. Das sorgte dafür, dass der Greifvogel namens Rotmilan in Gebieten rund um Berlin bereits komplett ausgerottet ist. Im dem Gespräch warf ich in diesem Moment die Frage in den Raum, ob sie nicht stolz auf unsere Windräder ist. Sie schwieg verdächtig.

„Grüne“ Lebensweisen predigen ist nun mal einfach utopisch. Und ich nenne es beim Namen: Es ist ein krankhafter Kontrollwahn der Schwachen und nur ein Symptom der 68er-Bewegung und der „Lehren“ der Frankfurter Schule.

Kurzum: Es war ein Debattensieg auf allen Ebenen.

Dann bekam ich Schützenhilfe von anderen Verwandten, welche mir Recht gaben und selber behaupteten, dass Grüne halt „idiotisch“ sind. Nun fühlte ich mich gestärkt und konnte meine finalen Punkte zur Kernkraft in die Debatte einbringen, bevor das Essen serviert wurde. Meine Bekannte kam erst mit Schein-Argumenten wie: Es gibt keine Atom-Endlager. Was ist im Falle einer Kernschmelze? Atomenergie kann man gar nicht mehr lange nutzen usw. Ich zerschoss ihre gewagten „Argumente“ wie eine MG herannahende Heere.

Ja, es gibt aktuell in Deutschland kein Atommüll-Endlager, allerdings setze ich da auf gute Handelsbeziehungen mit Russland, welche schon mal selbst das Angebot tätigten, Atommüll dort zu lagern, wo einst die Sowjetunion ihre Atombomben testete. Dahingehend kann ich dieses Argument nur als ungefährliche These der grünen Idiotie bezeichnen. Sie fragte mich, was im Falle einer Kernschmelze passieren würde. Dies war eine Frage, welche als scheinbares Argument aufgefasst wurde, ich hingegen hatte ein leichtes Spiel. Ja, eine Kernschmelze ist unschön. Ich möchte jedoch anmerken, dass die Bundesrepublik die sichersten Kernkraftwerke überhaupt besessen hat und dies mit den dazukommenden Sicherheitsvorkehrungen eine Kernschmelze für extremst unwahrscheinlich machte. Einen Super-GAU wie in Fukushima wird es in Deutschland nicht geben können, weil wir allein schon kontinental solchen Naturkatastrophen (wie in Fukushima) nicht ausgesetzt sind.

„Atomenergie kann man gar nicht mehr lange nutzen“, war auch noch ein Einwand von ihr und abgesehen davon, dass es noch Uran für zirka 80 Jahre gebe, welche uns Co²-frei mit Strom versorgen könnten, hat sie da leider Recht. Dass wir Atomenergie nicht mehr nutzen, haben wir allerdings unseren links-grünen „umweltfreundlichen“ Intellektuellen zu verdanken, welche Kernkraft über Jahre hinweg dämonisiert und ein Bedrohungsszenario von einem eigentlich ungefährlichen, umweltfreundlichen und naturellen Erz gezeichnet haben.

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3 Kommentare auf "Wie Umweltaktivisten die Erde zerstören"

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Hauke
Gast

Das stärkste Argument, auf welches Du hier kaum eingest ist, daß es eben keine Möglichkeit gibt, den hoch giftigen Müll hunderttausende Jahre sicher zu lagern.

Robert Wagner
Gast
Teil 1: Man muss in seinem primitiv-simplifizierenden dualistischen Weltbild – hier die bösen, von Natur aus dummen, linksgrün versifften Gutmenschen oder „grün lackierten Kryptokommunisten“, wie sie hier fantasievoll genannt werden, dort die edlen, von der Vernunft geküssten, volkstreuen Rechten – schon ziemlich verbohrt sein, um die offensichtlichen Gegebenheiten dermaßen zu verdrehen. Es ist keine verlogene Unaufrichtigkeit und psychische Folter, darauf aufmerksam zu machen, dass eben doch unser Konsum, d. h. der wirtschaftliche Verbrauch von sieben Milliarden Menschen, für die massiven Umweltprobleme unserer heutigen Zeit verantwortlich ist. Woher sollen sonst beispielsweise die Unmengen an (Mikro)Plastikmüll in den Weltmeeren oder der massive… Read more »
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