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Meinung

Weshalb Trump den Friedensnobelpreis verdient hätte

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Eine der größten Ängste seit Ende des zweiten Weltkriegs ist das Szenario eines nuklearen Supergaus. Zwei Großmächte, deren Konflikt eskaliert, welcher die ganze Welt in einen dystopischen Wüstenplanet verwandelt.
Selten sah sich die Welt dem näher, als zu Zeiten des kalten Krieges. Ost und West rüsteten auf und es sah ganz so aus, als könne Deutschland das Auge des Sturms in einem drohenden Fallout werden.
Einer der Konfliktherde dieser Zeit, welcher nie ganz runtergekühlt ist, ist der 1950 begonnene Koreakrieg. Bis heute ist das Land geteilt und jeder westliche Versuch sich an das kommunistische Regime der Kim Jong-Dynastie anzunähern, fand nicht statt oder scheiterte kläglich.
Die Regierung der nördlichen Halbinsel rüstet seit Jahren atomar auf und verkündete vor einiger Zeit, dass nun jeder Punkt der Erde in Raketenreichweite läge. Wohlgemerkt, ein Land, das als unberechenbar gilt und die gesamte Weltkugel in paranoid-sozialistischer Tradition gegen sich verschworen sieht.

Während Kim Jong-Un seine Diktatur bewaffnete, fand in Amerika eine Kursänderung statt. Donald Trump wurde Präsident der Vereinigten Staaten und löste mit seinem geschäftsmännischen Wesen einen Wechsel der immer gleichen Polit-Klans ab.
Die etablierten Medien überboten sich mit düsteren Vorhersagen, welche Katastrophen sich in dieser Amtszeit und unter seiner Führung ereignen würden. Nicht selten verglich man ihn nicht nur mit dem nordkoreanischen Staatschef, sondern befürchtete Trump könne sogar der Auslöser für einen atomaren Schlagabtausch zwischen den beiden Mächten sein.
Dass sich die meisten Vorahnungen als unbegründet herausstellten, ist längst kein Geheimnis mehr. Trump hält überraschend viele Wahlversprechen: Er stärkt die heimische Wirtschaft, in dem er gegen den EU-Protektionismus aufbegehrt, kann die niedrigste Arbeitslosigkeit seit 17 Jahren vorweisen und bringt eine umfassende Steuerreform auf den Weg.
Nicht viel ist also geblieben, vom mediengemachten Bild des irren Trump, der bei schlechter Laune den Atomknopf drückt.
Trotzdem schlug man Alarm, als er im „Atomknopf-Streit“ klare Kante zeigte und Kim Jong-Uns Drohungen unbeeindruckt zurück gab. Man erklärte den amerikanischen Präsidenten für verrückt und unterstellte ihm, die Welt an den Abgrund einer nuklearen Feuersbrunst zu rücken.
Und ebenjener Trump, der „irre“, der „unberechenbare“, der „infantile Kriegstreiber“ hat in einem historischen Treffen den nordkoreanischen Machthaber an einen Tisch gebracht und ein Papier ausgehandelt, das unteranderem die atomare Abrüstung des kommunistischen Regimes beinhaltet. Zusammen mit der vor wenigen Wochen zwischen Nord- und Südkorea verabschiedeten Erklärung wurde seit Jahrzehnten kein so bedeutender Schritt in Richtung Friedensprozess getätigt.

Es ist also alles andere als weit her mit den diversen Vorschlägen, Donald Trump den Friedensnobelpreis zu überreichen. Schon im April erwähnte Südkoreas Präsident Moon Jae-In das Oberhaupt der Vereinigten Staaten für diese Auszeichnung für seine Bemühungen im Koreakonflikt vor. Neben einigen Parteikollegen ziehen jetzt auch Politiker der Norwegischen Fortschrittspartei nach und fordern Trump mit diesem wichtigen Preis auszuzeichnen.

Gerecht wäre es. Gewinner des Friedennobelpreises haben diesen schon für bedeutend weniger als klare Erfolge im Beilegen des 68 Jahre andauernden Koreakonfliktes erhalten. Barack Obama zum Beispiel, der ihn nur für reichhaltige Versprechen und die Hoffnung auf eine friedlichere Welt erhielt oder sogar der Terrorist Jassir Arafat, der als Vorsitzender der Palestinensichen Freiheitsorganisation (PLO) für unzählige Judenmorde verantwortlich war. Nicht zuletzt die Europäische Union, die einen ganzen Kontinent durch verantwortungslose Währungspolitik und die millionenfache Einfuhr von Menschen aus antisemitischen, frauenfeindlichen und homophoben Kulturen destabilisiert.
Neben diesen Fehlentscheidungen wurden häufig Menschen und Organisationen ausgezeichnet, welche vor allem auf nationaler Ebene Friedens- und Demokratisierungsprozesse vorangetrieben haben. Trumps Bemühungen mit globalem Ausmaß -wenn man bedenkt, welche Auswirkungen eine Eskalation hätte nach sich ziehen können- wären eine Bereicherung für den Friedensnobelpreis, ständen im Konsens mit den teils kosmopolitischen Entscheidungen des Komitees der letzten Jahre und wären eine angemessene Würdigung für den Mann, der als Ursache für den dritten Weltkrieg gehandelt wurde und selbigen jetzt vielleicht verhindert.

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Robert Wagner

Donald Trump also tatsächlich als Kandidat für den Friedensnobelpreis? Ein US-Präsident, der sich vom ersten Tag seiner Amtszeit an als Spalter der US-amerikanischen Gesellschaft hervorgetan hat? Der nicht willens war, sich von den Rassisten und Neonazis der AltRight eindeutig zu distanzieren und deren Umtriebe zu verurteilen, nachdem diese letztes Jahr in Charlottesville so offen und in so großer Zahl wie nie zuvor gewalttätig aufgetreten waren und sogar eine Gegendemonstrantin umgebracht hatten? Der selbst eine rassistische Einwanderungspolitik anstrebt bzw. betreibt, die Menschen aus muslimischen Ländern pauschal unter Terrorismusverdacht stellt und illegale Einwanderer aus Mittelamerika, die lediglich Schutz vor ausufernder Gewalt und… Read more »

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