fbq('track', 'ViewContent');
Verbinde dich mit uns

Kino & Fern

Was Star Wars mit den Deutschen zu tun hat

George Lucas hat die politische Rechte stark eingebunden.

Veröffentlicht

  am

Ist Euch schon mal aufgefallen, dass Star Wars eine Nacherzählung der Geschichte Deutschlands ist? Erst gab es die Demokratie (Weimarer Republik/Galaktische Republik). Es herrschte Frieden und Freiheit. Aber den Mächten der Finsternis (Hitler/Palpatine) schmeckte das nicht und durch perfide Lügen (Dolchstoßlegende/Vortäuschen einer Bedrohung durch die „Konförderation Unabhängiger Systeme“) wird erreicht, dass der Bösewicht demokratisch zum Kanzler gewählt gewählt wird (Ernennung Hitlers zum Reichskanzler im Januar 1933/ Wahl Palpatines zum Nachfolger Kanzler Valorum), welcher sogleich die Demokratie abschafft (Ermächtigungsgesetz/Gründung des galaktischen Imperiums). Gleich nach der Machtergreifung werden erst einmal sämtliche Verbündete, die zum Problem werden könnten, umgebracht (Nacht der langen Messer/Order 66). Der Bösewicht wird ab jetzt nicht mehr Kanzler genannt, sondern Führer, bzw. Imperator. Sogleich wird eine neue Armee aufgebaut (Wehrmacht/Sturmtruppen) und enorm aufgerüstet (Schlachtschiff Bismarck usw./Todesstern). Aber gegen die Mächte des Bösen schließen sich die Mächte des Guten (Alliierte/Rebellenallianz) zusammen und legen das Böse in Schutt und Asche (Bombenkrieg gegen Deutschland/Zerstörung des Todessterns).
So, ab jetzt driften die Geschichten Deutschlands und der Star-Wars-Galaxie auseinander. Denn während die echten Deutschen im Zweiten Weltkrieg final besiegt wurden und sich mit ihrer Niederlage abgefunden haben, stehen die Weltraumdeutschen immer wieder auf und müssen ständig erneut niedergekämpft werden. Erst bauen sie den zweiten Todesstern. Dieser wird noch vor seiner Vollendung zerstört. Aber auch das lässt die Weltraumdeutschen nicht resignieren. Mit deutschem Durchhaltewillen rappeln sie sich wieder auf, suchen sich einen neuen Bösewicht als Anführer und bauen sogar noch einen dritten Todesstern. Aber auch der wird gleich wieder von den Guten (diesmal in Form der „Resistance“) vernichtet. Trotzdem machen die Weltraumdeutschen weiter und es würde mich nicht wundern, wenn sie zur Zeit heimlich an einem vierten Todesstern bastelten. Ich bin wirklich gespannt, wie lange unsere Brüder im All dieses kranke Spiel noch mitmachen.
Aber Star Wars ist nicht nur die Geschichte der Deutschen, es ist auch die Geschichte von politisch Links und Rechts. Das Imperium ist behaftet mit den typisch rechten Attributen: Es ist rassistisch und sexistisch (nur weiße Männer), will eine klare Ordnung und Machthierarchie. Die Rebellen sind typisch links: Bei ihnen darf jeder mit der richtigen Gesinnung mitmachen, egal ob Roboter, Frau, ethnische Minderheit, Alien oder Krimineller (wie z. B. der Schmuggler Han Solo). Ehrlicherweise sind die Rebellen, wie echte Linke, auch arm: Während sich das Imperium eine gewaltige Kriegsmaschinerie leisten kann (Sternenzerstörer), haben die Rebellen nur ein paar schrottige zusammengeklaubte Raumschiffe (den rasenden Falken). Und genau wie irdische Linke sind die Rebellen auch nur dann attraktiv, wenn sie die Underdogs sind. Deshalb dürfen sie in der Star-Wars-Galaxie auch ums Verrecken nicht an die Macht kommen: Sie müssen immer die Widerständler, immer die armen Opfer bleiben und immer von den Weltraumdeutschen unterdrückt werden – egal, wie viele von deren Todessternen sie schaffen kaputtzumachen.
Und das ist jetzt interessant: Obwohl in Star Wars klar das Böse mit dem politisch rechten Lager verknüpft wird, wird auch gleichzeitig das Scheitern des politisch linken Lagers illustriert: Vierzig Jahre Freiheitskampf und die Zerstörung von drei Todessternen haben nichts gebracht. Noch immer sind wie selbstverständlich die Weltraumdeutschen am Drücker. Und langsam frägt man sich: Was soll diese ganze Rebellion eigentlich, wenn die Rebellen es sowieso niemals schaffen, die Macht zu ergreifen? Hätte Prinzessin Leia in Episode IV Großmoff Tarkin die Koordinaten der Rebellenbasis einfach verraten, dann wäre Alderaan verschont geblieben, man hätte es beim Bau von einem einzigen Todesstern belassen können, der Galaxis wäre ein jahrzehntelanger Bürgerkrieg erspart geblieben und das Endresultat wäre trotzdem dasselbe gewesen.
Ich fordere die Autoren von Star Wars auf: Lasst doch endlich mal diese peinliche Dauerschleife von der Zerstörung und anschließenden Wiederauferstehung Nazi-Deutschlands im Weltall enden. Lasst doch endlich die „Guten“ ans Ruder. Zeigt uns, dass sich der jahrzehntelange Kampf gegen die Weltraumdeutschen gelohnt hat. Zeigt uns, dass die Rebellen es besser machen als das Imperium. Dass sie nicht nur rebellieren können, sondern auch bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und in der Lage sind, tatsächlich eine bessere Gesellschaft zu errichten als ihre Gegner. Mal sehen, ob sie es hinbekommen, oder ob sie im Weltraum eine ähnliche Performance abliefern wie die Linken auf der Erde, die nach ihren siegreichen heroischen Freiheitskämpfen Schreckensregime wie die Sowjetunion oder Rotchina errichtet haben. Das wäre doch mal interessant.

Hier kommt mein persönliches Drehbuch-Exposé für die vierte Star-Wars-Trilogie:

Todesstern Nr. 4 wird zerstört. Alle Welten, die Pro-Imperium sind (Die Welten mit den weißen Männern, bzw. Weltraumdeutschen) werden mit vereinten Kräften und nach einem langen Zermürbungskrieg besiegt. Damit das Imperium auch ja nicht wieder aufersteht, übernimmt man die Kontrolle über die Medien auf diesen Planeten und richtet ein Bespitzelungs- und Überwachungssystem ein, wobei man großzügig auf die ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter des Imperiums zurückgreift. Man errichtet ein neues galaktisches Parlament. Leider ist es so, dass die Weltraumdeutschen in diesem Parlament immer noch die Mehrheit stellen und sich theoretisch jederzeit einen neuen Bösewicht als Anführer wählen könnten. Dem wirkt man entgegen, indem man alle möglichen neuen Völker, die vorher als demokratieunfähig galten (die Mynoks, die Ewoks, die Rancors, die Weltraumschnecken und die Hutten) in die Republik mit aufnimmt und ihnen volles Stimmrecht gibt. Da die Weltraumdeutschen aber trotzdem noch zu viel Macht haben, beginnt man nun, auf ihren Heimatplaneten Sandleute von Tattooine anzusiedeln, die nur darauf warten, ihre triste Wüste endlich zu verlassen. Die Sandleute sind zwar zum großen Teil ungebildet und krimminell und keiner will sie so recht haben, aber sie haben einen großen Vorteil: Sobald man ihnen Stimmrecht gibt, wählen sie immer die Guten. Das ist der beste Garant dafür, dass die Bösen nie mehr an die Macht kommen und so sichert man auf ewig die galaktische Demokratie. Auch wenn sich die meisten Weltraumdeutschen das alles gefallen lassen (das ist so deren Art), mucken doch einige auf und sagen: Man hat uns Demokratie versprochen, was soll denn daran demokratisch sein, wenn man gegen unseren Willen Sandleute hier ansiedelt und ihnen das Stimmrecht gibt, so dass sie uns jederzeit überstimmen können? Einige Weltraumdeutsche gehen sogar so weit zu behaupten, unter’m Imperator sei alles besser gewesen. Die Galaktische Oberstaatsratssekretärin Leia kann diesen Defätismus natürlich nicht dulden, führt Zensurgesetze ein und lässt antiimperiale Schlägertrupps und Propagandakampagnen finanzieren, um die aufmüpfigen Weltraumdeutschen kleinzuhalten. Sie lässt sogar einen neuen Todesstern bauen, der im Vergleich zu den bisherigen Todessternen jedoch genderneutrale Toiletten hat, in Regenbogenfarben angemalt ist und mit Windkraft funktioniert. Den Rest der Geschichte überlasse ich der Phantasie der Drehbuchautoren. Dürfte lustig werden.

Did you like this?
Tip Arcadi Staff with Cryptocurrency

Donate Bitcoin to Arcadi Staff

Scan to Donate Bitcoin to Arcadi Staff
Scan the QR code or copy the address below into your wallet to send some bitcoin:

Donate Bitcoin Cash to Arcadi Staff

Scan to Donate Bitcoin Cash to Arcadi Staff
Scan the QR code or copy the address below into your wallet to send bitcoin:

Donate Ethereum to Arcadi Staff

Scan to Donate Ethereum to Arcadi Staff
Scan the QR code or copy the address below into your wallet to send some Ether:

Donate Litecoin to Arcadi Staff

Scan to Donate Litecoin to Arcadi Staff
Scan the QR code or copy the address below into your wallet to send some Litecoin:

Donate Monero to Arcadi Staff

Scan to Donate Monero to Arcadi Staff
Scan the QR code or copy the address below into your wallet to send some Monero:

Donate ZCash to Arcadi Staff

Scan to Donate ZCash to Arcadi Staff
Scan the QR code or copy the address below into your wallet to send some ZCash:
Werbung
10 Kommentare

10
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
2500
6 Comment threads
4 Thread replies
0 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
7 Comment authors
XuborGreckXerorxTeutoBurkXubor Recent comment authors
  Subscribe  
neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
Carsten

Ich finde es ist wichtig zwischen dem original Star Wars und dem Disney Star Wars zu unterscheiden. Disney hat noch einmal ganz eigene Vorstellungen die sie mit einfließen lassen. Episode 7 war ja z.b. eine billige Episode 4 Kopie mit politisch korrekten Hauptfiguren. Beim original Star Wars könnte man den Vergleich zwischen der politischen Rechten und der dunkelen Seite der Macht noch genauer ausführen. Das interessante bei Star Wars ist, dass es wenig Grauzonen gibt und die Bösen Disziplin und Ordnung verkörpern. Aus egoistischen Gründen haben sie sich verführen lassen oder sie wurden getäuscht. Genau das ist auch die Perspektive… Read more »

TeutoBurk
Gast
TeutoBurk

Witziger Artikel, der gerade im Hinblick auf die immer durchsichtigere politische Agenda der Disney Star Wars Filme ein paar interessante Analogien aufstellt. Ein kleiner Fehler, den Kenner der Filme auch bemerken können, hat sich dennoch eingeschlichen: Auch wenn Leia die wahren Koordinaten der Rebellenbasis genannt hätte, wäre Alderaan von Tarkin vernichtet worden. Das war ja der ganze Sinn der Szene, die Skrupel- und Ehrlosigkeit vom Grand Moff zu demonstrieren. Ja, die Rebellion wäre vermutlich im Keim erstickt worden, aber Alderaan wäre dennoch Asche. Wie auch immer, was das Imperium im EU angeht, nach mehreren vergeblichen Versuchen unter verschiedenen Anführern den… Read more »

Xubor
Gast
Xubor

Der Weltraumpreuße sieht ziemlich genau aus wie Generaloberst August von Mackensen 🙂

Ob Disney politisch wirken möchte, weiß ich nicht. Die ganze Diversity kann auch einfach damit zusammenhängen, dass man eine möglichst große Zielgruppe erreichen möchte. Dass die Deutschen immer als Vorbild für die Bösen herhalten müssen, muss auch nicht (nur) Deutschenfeindlichkeit sein, sondern kann auch einfach daran liegen, dass das 3. Reich optisch verdammt viel hermachte und sich somit besonders gut für die Leinwand eignet.

TeutoBurk
Gast
TeutoBurk

Tatsache. Meinen Respekt dieses Bild so schnell und korrekt zurordnen zu können. Ob sie es in Eigenregie tun, nur dem Zeitgeist folgen oder einfach Gewinnmaximierung betreiben sei mal dahingestellt. Eindeutig sind auf jeden Fall die diversen, politisch überaus korrekten Aussagen und Aktionen ihrer Macher. Am meisten stach immer noch J.J. Abrams hervor: „We wrote these characters but when we went to cast it, one of the things I had felt, having been to the Emmys a couple times — you look around that room and you see the whitest fucking room in the history of time. Its just unbelievably white.… Read more »

Xerorx
Gast
Xerorx

Ich denke, man kann problemlos von einer politischen Agenda bei Disney ausgehen. Da geht es ja nicht nur um Krieg der Sterne, sondern um die gesamte Firmenpolitik, der letzten Jahrzehnte. Natürlich geht es dabei auch ums Geld verdienen, aber SW ist ja ein finanzieller Selbstläufer, da kann man also soviel PR rein drücken, wie man möchte, die Fanboys schlucken alles. Die Angehörigen des Imperiums werden in der Tat immer genauso dumm dargestellt, wie sie auch uns Deutsche ( wie zb in Fury) am liebsten darstellen. Für mich ja ein Ausdruck von Minderwertigkeitsgefühlen. Solche Helden, wie sie die Deutschen in echt… Read more »

Bernd
Gast
Bernd

Was zur Hölle? Sexistisch und Rassistisch? Dir ist der Unterschied zwischen einer Rasse und einer Spezies aber schon klar oder? Innerhalb des Imperiums gibt es Menschen aller Hautfarben, und Frauen in so ziemlich allen Rangordnungen. Genauso wenig ist das Imperium als „Macht der Finsternis“ zu bezeichnen, denn bis auf die Sith an dessen Spitze, ist es wohl kaum als gut oder böse zu bezeichnen. Es gibt viele Planetensysteme die sich nach dem Tod des Imperators willentlich dazu bereit erklärten im Imperium zu bleiben. Die Tusken „Sandleute“ sind übrigens dafür bekannt alle Menschen, ob Frauen und Kinder, gleichermaßen abzuschlachten weil die… Read more »

Bernd
Gast
Bernd

Ach, du weißt es evtl. nicht, aber die Star Wars Geschichte ging damals unter George Lucas, noch ne ganze Ecke weiter, und die Rebellen haben sich irgendwann zu einer Koexistenz mit dem Imperium entschlossen. Es gab noch einige andere feinde, die Yuuzhan Vong beispielsweise, aber das Imperium war irgendwann nicht mehr der Feind. Ganz einfach weil auch viele in der Galaxis einfach nichts mit der neuen Republik anfangen konnten. Immerhin wirtschaftete und verwaltete das Imperium seine Systeme in der Regel gut und effizient.

Xubor
Gast
Xubor

Bernd, es tut mir schrecklich Leid, dass ich ohne das Geheimwissen aus dem Expanded Universe es gewagt habe, mich zu Star Wars zu äußern ^^

Interessant, dass im Expanded Universe das Imperium anscheinend nicht mehr als das ultimative Böse gilt und man sich neue Feinde gesucht hat, während in den Filmen immer noch das Imperium/bzw. First Order dafür herhalten muss.

Greck
Gast
Greck

Ich habe eine andere Sicht. Für mich hat das Imperium seine Entsprechung in der seelen- und identitätslosen, gleichmachenden Bürokratie der EU. Die Rebellen kämpfen für autarke Planeten und ihre Völker – quasi die Identitären im Weltraum.

Xubor
Gast
Xubor

Tatsächlich wird nirgendwo erwähnt, wofür die Rebellen eigentlich kämpfen. Nur, wogegen. Eine Regierung, die Macht über die ganze Galaxis hat und nicht mehr mit anderen Regierungen in Konkurrenz steht, ist jedenfalls eine Horrorvorstellung. Ob das nun ein Imperium oder eine Republik ist, ist dabei ziemlich wurscht. Viel zu viel Machtkonzentration an einer Stelle. Der moralische Schluss aus den beiden ersten Trilogien hätte sein müssen, dass man niemals erst diesen gewaltigen Machtapparat hätte aufbauen dürfen.

Werbung

Beliebte Beiträge

Unterstützt Arcadi!

Wenn dir unsere Arbeit gefällt, folge uns oder spende einen Beitrag!