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Politik

Was ist Heimat?

Eine Antwort für Hagen Grell

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Dass diese Frage in letzter Zeit öfter gestellt wird und sogar die ARD eine Themenwoche über dieses Thema gemacht hat, mag für Patrioten ein Armutszeugnis sein. Sogar Hagen Grell und Emperor Caligula haben kürzlich darüber ein Video gemacht. Doch ist die Frage gar nicht mal so unberechtigt? Oder ist das Bedürfnis nach einer Antwort auf diese Frage, ein Zeugnis dafür, wie sehr der Einfluss von ’68 unsere Gesellschaft bereits korrumpiert hat? Am Ende seines Videos hat Hagen Grell die Zuschauer dazu aufgerufen, zu erzählen was sie unter Heimat verstehen. Dieser Artikel ist meine Antwort.

 

Wie wird der Begriff von Menschen benutzt?

 

Ich habe eine Zeit lang viel mit einer Albanerin zutun gehabt, die mit neun Jahren hierher gekommen ist. Sie hat immer „In meiner Heimat ist es so und so…“ gesagt. Damit meinte sie natürlich Albanien. Dort ist sie aufgewachsen und sie hat dort ihre Kindheit verbracht. Obwohl sie sich mit ihrer Familie in Deutschland gut integriert hat, ist für sie der Ort an dem sie aufgewachsen ist immernoch ihre Heimat. Auch meine Großtante, die damals aus Schlesien vertrieben wurde, bezeichnet Schlesien als ihre Heimat, obwohl sie seit Kriegsende nicht mehr dort war. Auch sie hat dort ihre Kindheit verbracht.

Sowohl Hagen Grell, als auch Caligula, sprachen in ihren Videos davon, wie sie als Kinder aus der Kleinstadt in der sie aufgewachsen sind, in eine andere Stadt ziehen mussten. Der Ort an dem sie aufgewachsen sind, ist auch für sie so etwas wie eine Heimat.

 

Ist der Begriff damit also geklärt?

 

Bei diesen Beispielen scheint die Antwort einfach zu sein: Heimat ist der Ort, an dem ich aufgewachsen bin. Aber so einfach ist es dann doch nicht, wenn man genauer darüber nachdenkt. Vielmehr kann der Mensch mehr als eine Heimat haben. Welche „Varianten“ der Heimat gibt es also? Zum einen gibt es die Familie als geistige Heimat und ständigen Rückzugsort. Mit der Familie ist man aufgewachsen und jeder ist mit jedem irgendwie verbunden. Oft hat man sogar die ein oder anderen selben Angewohnheiten. Das macht die Familie zu einer starken Gemeinschaft und zu einem Bollwerk der Geborgenheit.

 

Wie bereits angesprochen, gibt es die Heimat als den Ort an dem man aufgewachsen ist. Die Kindheit ist für viele die schönste Zeit des Lebens. Man befindet sich noch in der elterlichen Geborgenheit, alles ist neu und man weiß noch nicht wie schlimm die Welt wirklich ist. Erinnerungen an die Kindheit werden meistens als schön wahrgenommen, und die ersten Eindrücke welche ein Mensch macht sind die wichtigsten. Der Ort an dem man aufgewachsen ist, gibt uns ein Gefühl der Geborgenheit. Egal ob wir noch dort leben, oder bereits weggezogen sind.

 

Natürlich gibt es auch die Heimat, als den Ort an dem man jetzt lebt. Das kann der Ort sein an dem man aufgewachsen ist, heutzutage ist es aber nicht selten ein anderer Ort. Hier sprechen wir zum einen von der nüchternen Auslegung des Begriffes Heimat, als den Ort an dem man lebt. Aber auch hier ist von einem Ort die Rede, zu dem man sich verbunden fühlt und mit dem man vertraut ist. Darüber hinaus leben hier Menschen, denen man vertraut und mit denen man befreundet ist, die man vielleicht sogar liebt. Es ist also ein Ort an dem wir uns sicher fühlen.

 

Die Heimat als Sehnsuchtsort

Die Heimat kann auch ein Ort sein, an dem man noch nie war. Die Heimat deiner Ahnen. Sie haben immerhin diesen Ort aufgebaut und die Vorstellung, dass deine Vorfahren dort gelebt haben, macht einen gewissen Reiz aus. Das sehen wir stark bei den Migrantenkindern in Deutschland, welche noch in der dritten Generation von der Türkei als ihre Heimat reden. Die Nachkommen von deutschen Aussiedlern könnten sich davon eine Scheibe abschneiden.

 

Heimat als der Staat, indem man lebt/aufgewachsen ist

Eine weitere nüchterne Auslegung des Begriffes, ist die Heimat als das Land in dem man lebt und/oder aufgewachsen ist. Im Ausland kann es schnell passieren, dass man sich nicht zurechtfindet. Man kennt sich nicht aus, kennt die Sitten des Landes nicht – eventuell sind sie einem sogar suspekt. Man spricht meistens die Sprache nicht, weshalb die Kommunikation schwer fällt und man fühlt sich – so schön es dort auch ist – fremd. Das Land aus dem wir kommen ist uns wiederum vertraut. Wir kennen die Sitten, wir sprechen die Sprache, in Teilen kennen wir uns sogar dort aus. Uns verbindet mit den Menschen dort eine gemeinsame Identität.

 

Die Kultur als weitere geistige Heimat

Besonders wichtig ist auch die Kultur, mit welcher wir aufgewachsen sind. Hier fließen alle Eigenschaften der bisher genannten Varianten und Faktoren zusammen. Unsere Großmütter erzählten uns die Märchen und Sagen unseres Volkes und unsere Eltern sangen uns vertraute Schlaf- und Kinderlieder vor. Wir kennen die heimische Küche seit unserer Kindheit und die Mentalität sowie die Sitten unseres Volkes. Menschen aus dem gleichen Kulturkreis sind uns sofort vertrauter, als Menschen  einer anderen Kultur. Selbst weit weg von dem Ort an dem wir leben, oder aufgewachsen sind.

 

Entwurzelte Weltbürger

 

Emperor Caligula hat in seinem Video das Weltbürgertum angesprochen. Es gibt Menschen die zumindestens vorgeben keine Heimat zu haben. Sie reisen in der ganzen Welt herum und freunden sich überall mit neuen Menschen an. Wir sprechen hier von Menschen aus der Mittel- und Oberschicht. Meist Studenten und Akademiker. Wenn sie so leben können, ist es schön für sie. Ich bezweifel zwar, dass sie dadurch glücklich werden, – zumal jemand der um die ganze Welt reist, nie eine richtige Bindung zu einem Menschen aufbauen kann – es ist allerdings ihre Entscheidung.

 

Die Weltbürger müssen eben verstehen, dass sie nur einen kleinen Teil der Bevölkerung ausmachen. Die meisten Menschen haben weder die finanziellen Mitten, noch die Zeit für so einen Lebensstil. Die meisten haben auch kein Interesse daran, mehrmals im Jahr woanders hin zu fliegen. Sie haben ihre Heimat und damit sind sie zufrieden. Caligula bezeichnet sich selbst eher als Weltbürger. Er sagt aber, dass er als Soziologe weiß, dass die Mehrheit der Menschen das Bedürfnis nach einer Heimat hat. Dieses Bedürfnis entspringt dem Wunsch nach einem Rückzugsort der Geborgenheit und der Vertrautheit, an dem man sich jeder Zeit sicher fühlt.

 

 

Heimat zusammengefasst

 

Fassen wir den Begriff „Heimat“ also zusammen. Die Heimat ist sowohl ein geographisch definierter Ort, als auch ein geistiger Rückzugsort, der uns vertraut ist. Sie spendet uns Geborgenheit und das Gefühl, Teil von etwas zu sein. Sie ist uns vertraut, wir kennen sie. Unsere Heimat ist fassettenreich und kann an vielen Orten sein.

 

Im Grunde ist Heimat Liebe und wer keine Heimat hat, hat kein Herz!

 

 

Die Massenmigration zerstört unsere Heimat

All dies wird natürlich dadurch zerstört, wenn Massen an Einwanderern aus einem anderen Kulturkreis hierher kommen und ihre Kultur importieren. Sie haben ein Bewusstsein für ihre Heimat, besonders ihre kulturelle Heimat und das macht sie stark. Diese Kultur möchten sie verständlicher Weise nicht aufgeben, dies schadet allerdings unserer Heimat. Wenn wir keine Heimat mehr haben, die als solche zu erkennen ist, haben wir keinen Rückzugsort, keinen Anker mehr an dem wir uns jederzeit festhalten können.

Deswegen brauchen wir eine Leitkultur und ein Ende der Masseneinwanderung, damit unsere Heimat weiterhin unsere Heimat bleibt!

 

 

 

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