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Musik

Warum das Echo-Ende einfach nur erbärmlich ist

Was ist da wieder nur los?

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Nach der Dauerkontroverse um den ECHO für Kollegah und Farid Bang hat der Vorstand des Bundesverbands der Musikindustrie nun mitgeteilt, wie es mit dem Preis weitergehen soll: Unter dem Label „Echo“ nämlich gar nicht. Damit haben sich die Vorstandsmitglieder Dr. Florian Drücke, Frank Briegmann, Bernd Dopp, Patrick Mushatsi-Kareba und Konrad von Löhneysen endgültig lächerlich gemacht, findet unser Autor Robin Classen.

 

Dabei ist das Konzept des Echos eigentlich ein gutes: Statt eine schnöselige Musikschickeria über Wert oder Unwert von Musik befinden zu lassen, entscheidet einfach ganz Deutschland am Verkaufstresen, was gefällt und was nicht. Hauptkriterium für die Preisvergabe waren immer die Verkaufszahlen, was insbesondere linksstehende Musiker (die meist wenig erfolgreich waren) als „Kommerzvergoldung“ kritisierten. Schon lustig: Die, die immer von einer Demokratisierung aller Gesellschaftsbereiche reden, wünschen sich eine linke Kunst-Aristokratie, die über den Geschmack der Massen die Nase rümpft.

 

Der Echo war ehrlich – und deshalb gut

 

2013 zeigte sich erstmals, wie gut das Konzept eigentlich ist: Mit Frei.Wild wurde eine nonkonforme, konservative Band auf Grund ihrer tollen Verkaufszahlen nominiert, die die etablierte Musikszene normalerweise nicht mal mit dem Arsch angucken würde. Superdemokraten wie „Kraftklub“ und „MIA.“ drohten daraufhin mit Boykott, sodass die Verantwortlichen den Schwanz einzogen und Frei.Wild kurzerhand die Nominierung einfach wieder entzogen.

 

Lieber rappende Muslime als patriotische Rocker

 

2018 sollte das mit Kollegah und Farid Bang nicht mehr so einfach gehen. Anders als Frei.Wild, die höchstens mal die Schönheit von Südtirol besingen, rappen die beiden zwar über Frauen, die so hart rangenommen werden, dass ihnen das Steißbein bricht, über Charlie Hebdo, über Syrer, die deutsche Frauen vergewaltigen und vergleichen ihre aufgepumpten Körper auch schon mal mit denen von Auschwitz-Insassen, aber die beiden haben natürlich einen Bonus, der im Deutschland des Jahres 2018 reines Gold wert ist: Einen Migrationshintergrund. Und deshalb ist bei Kollegah und Farid Bang genau das passiert, was eigentlich auch bei Frei.Wild hätte passieren müssen: Die beiden wurden nominiert, haben gewonnen und durften sogar im Live-Fernsehen auftreten.

 

Die Preisverleihung an Kollegah und Farid Bang war richtig

 

Gut so. Wir brauchen weder linke Medienjuroren, die Preisverleihungen dazu missbrauchen, anderen ihren Musikgeschmack aufzudrücken, noch Gesinnungswächter, die alle Prinzipien und Regeln über Bord werfen, wenn es darum geht, Menschen zu schikanieren, die vielleicht etwas rechter als sie sind. Die Texte von Kollegah und Farid Bang muss niemand gut finden – aber wenn die Deutschen aktuell ihr Album „JBG3“ kaufen, dann ist das eine Tatsache, die wiederum einiges über den Zustand unseres Landes aussagt. Lieber die ungeschminkte Wahrheit als eine Kunst-Realität, die in linksliberalen Elfenbeintürmen ersonnen und per TV und Presse verbreitet wird.

 

Der Vorstand kapituliert vor der eigenen ideologischen Verblendung

 

An Peinlichkeit, Doppelzüngigkeit und Scheinheiligkeit nicht zu überbieten bleibt derweil der Vorstand des Bundesverbands der Musikindustrie, der panisch den Preis abgeschafft hat, anstatt sein längst ad absurdum geführtes linkes Weltbild über Bord zu werfen. Der Zwiespalt, einerseits „frauenfeindliche, homophobe und antisemitische“ Texte boykottieren zu wollen, andererseits aber migrantische Rapper nicht diskriminieren zu wollen, nachdem man bei Frei.Wild noch dumpf auf „die Rechten“ einkloppen konnte, war für den Vorstand wohl einfach zu viel.

 

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2 Kommentare

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2 Kommentare auf "Warum das Echo-Ende einfach nur erbärmlich ist"

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Ansgar
Gast

Guter Artikel! Bringts auf den Punkt.

Gast
Gast

Kollegah (bürgerlich „Felix Blume“) hat zwar einen kanadischen Vater, aber das ist eher nicht genug Migrationshintergrund um ihn unantastbar zu machen. Dass er als deutscher Christ zum Islam konvertierte schon eher.

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