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Gott & die Welt

Warum das Christentum uncool ist und der Islam es besser macht

Gestern mit einem Beitrag pro Auferstehung. Heute mit einem kritischen Beitrag.

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Kürzlich habe ich mit einer Freundin seit langem wieder Ferngesehen. Da nichts ordentliches kam, haben wir uns christliche Sender angeschaut, da sie einen gewissen Unterhaltungswert haben. Nachdem wir einige Zeit zwischen Bibel TV, KTV und dem shopping-Sekten Kanal „die neue Zeit“ rumgezappt haben, bemerkte meine Freundin, dass das Christentum die langweiligste Religion von allen sei. Nach einer kurzen Denkpause antwortete ich: „Aber früher war es nicht so!“

 

Früher war alles besser, oder nicht?

 

Im Mittelalter haben die Priester noch vom Fegefeuer gepredigt und zum Krieg gegen die Ungläubigen aufgerufen. Ketzer wurden gefoltert, und hinter jeder Ecke hat der Teufel gelauert. Übrig geblieben sind davon nur noch der Exorzismus (es werden übrigens neue Exorzisten gesucht, bei der katholischen Kirche herrscht nämlich Fachkräftemangel – vielleicht wäre das ja etwas für ein paar Neuankömmlinge) und ein Ruf, der dem Christentum von Heutzutage nicht gerecht wird.

Viele Menschen haben immer noch das Bild vom spießigen Christen, der bis zu seiner Hochzeit Jungfrau war und jetzt Vater/Mutter von fünf Kindern ist. Neben der ganzen Kindererziehung, dem Beten und dem sonntäglichen Kirchengang, jagt der Christ von Heute in seiner Freizeit immernoch gerne Homosexuelle durch die Alpen, und wenn die Tochter in die Pubertät kommt, wird Mutters alter Keuchheitsgürtel ausgegraben.

 

Und wie ist es Heute wirklich?

 

Das ist allerdings schon lange nicht mehr so. Die katholischen und evangelischen Gemeinden sind viel mehr zu einer Hippie-Institution mutiert. Man hat alle Prinzipien fallen gelassen, verheiratet gleichgeschlechtliche Paare und mit dem vorehelichen Sex sieht man es auch nicht mehr so eng. Was bleibt, ist falsche Nächstenliebe und eine Kirche ohne interessanten Inhalt. Es war schon immer so, dass Kirche und Staat Hand in Hand gingen, dabei sind die Kirchen allerdings jahrhundertelang ihren Prinzipien weitesgehend treu geblieben.

 

Heutzutage begrüßt man die Ankunft tausender Andersgläubiger, die vor tausend Jahren im Namen des Christentums aus Europa vertrieben wurden. Old-School Christen aus der arabischen Welt trauen sich derweil nicht auf die Flüchtlingsroute oder sind in Flüchtlingsheimen Übergriffen ausgesetzt. Heutzutage wäscht der Papst Muslimen die Füße; vor tausend Jahren hat Papst Urban II zum Kreuzzug gegen sie aufgerufen. Die Ehe ist nur noch ein Spaß für die ganze Familie, welche aus Mutter, Stiefvater und jeweils einem Kind von beiden besteht. Auch gleichgeschlechtliche Paare werden inzwischen gerne von christlichen Pfarrern getraut. Statt vom Fegefeuer und dem Glaubenskrieg, wird Heute davon gepredigt, dass sich alle lieb haben und man der Caritas für die Flüchtlingshilfe spenden soll. Dabei sitzt man im Hippie-Kreis, lächelt und spielt ur-christliche Lieder auf der Gitarre. „Aufstehen, aufeinander zugehen, voneinander lernen miteinander umzugehen hmhmhm…“

 

 

Der Islam als Gegenpol zum verweichlichten Christentum

 

Da ist es nicht verwunderlich dass eine Religion, die ihren archaischen Wurzeln treu geblieben ist und von einem überwiegenden Teil der Gläubigen noch genau so wie vor tausend Jahren aufgefasst wird, in der westlichen Welt wächst, während das Christentum immer mehr Rückhalt verliert. Keiner gehört gerne zu den Schwachen. Während wir einer Islamisierung ausgesetzt sind, wehren sich die Kirchen nicht etwa dagegen, sondern unterstützen diese sogar. Das ist eine Kapitulation, ohne dass wir gekämpft haben. Während Hassprediger „Tod den Ungläubigen rufen.“ und Millionen Muslime nach Europa kommen, wo sie ihre religiösen Bräuche weiterführen und Parallelgesellschaften aufbauen, stellen sich die Kirchen nicht etwa dagegen um ihre Religion zu schützen, sondern sie sagen den übrig gebliebenen Gläubigen dass sie die Glaubenskrieger willkommen heißen sollen.

 

Wenn jemand Ordnung und Halt in einer Religion sucht, wird er sicher nicht zu den Hippies gehen die sich einlullen lassen, und nichtmal die Stärke zeigen ihren Glauben zu verteidigen. Dazu kommt, dass die modernen evangelischen und katholischen Kirchen wie bereits erwähnt, ihre Prinzipien über Bord geschmissen haben. Übrig geblieben ist nur noch die Nächstenliebe, welche heutzutage dazu missbraucht wird die Öffnung der Grenzen für vermeintliche Flüchtlinge zu rechtfertigen.Währenddessen beharrt der Islam (mit Ausnahme von ein paar wenigen reformierten Gemeinden) auf seine alten Traditionen und Prinzipien. Man ist expansiv und möchte – die einen mit, die anderen ohne Gewalt – die Religion verbreiten. Das steht im krassen Widerspruch zum modernen Christentum. Das Frauenbild ist auch geklärt und sogar weniger gläubige Muslime heiraten ziemlich früh. In der Ehe ist es dann strengstens geregelt wie man sich zu verhalten hat.

Man folgt im seltensten Falle einer Religion, weil man wirklich daran glaubt, sondern weil man entweder damit aufgewachsen ist, oder auf der Suche nach einer Identität ist, die einem Struktur und Halt sowie Regeln gibt.

 

Das christliche Abendland ist tot

 

Viele aus unserem Lager besinnen sich auf das Christentum als Gegenpol zum Islam und dem kulturmarxistischen Zeitgeist. Die Kirchen schlagen sich allerdings auf eine ganz andere Seite. Mit ihnen ist eine Reconquista nicht zu machen. Denn das „christliche Abendland“ von dem zum Beispiel bei Pegida gerne gesprochen wird, gibt es schon lange nicht mehr. Vielmehr ist es das Abendland der Aufklärung sowie der Frauen- und Menschrechtsbewegungen des letzten Jahrhunderts, denn sie haben uns aus dem Mittelalter in die Moderne geführt. In der muslimischen Welt hat sich die Aufklärung in der Bevölkerung nicht wirklich durchgesetzt.

 

Ich sage also nicht, dass wir wieder zum mittelalterlichen  Christentum der Inquisition zurückkehren sollten, – dann wären wir nicht besser als der Islam – sondern eine Re-Modernisierung und eine Rückbesinnung auf die alten Prinzipien, Werte und Traditionen des Glaubens ist notwendig, um das Christentum am Leben zu halten.

 

 

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TeutoBurk
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TeutoBurk

Technisch gesehen sind die aufgeklärten Gutmenschen in mancher Hinsicht christlicher als die Christen auf dem Höhepunkt ihrer Macht während des MIttelalters. Diese ganze Selbstaufgabe, alles für andere opfern, Gewalt widerstandslos hinnehmen, wie es während der gesamten Zivilinvasionskrise geschah und noch geschieht, ist stark im Einklang mit den tatsächlichen Lehren von Jesus im neuen Testament. All die Gewalt und Verfolgungen im Mittelalter waren aus realpolitischer Sicht vielleicht nachvoillziehbar, aber auch im höchsten Maße heuchlerisch, das Hauptproblem des Christentums. Die Kreuzzüge waren Rückeroberungskampagnen defensiver Natur, allerdings mit den Lehren Jesu nicht zu rechtfertigen. Die Christen hätten sich kampflos erobern lassen müssen, es… Read more »

Azaghal
Gast
Azaghal

Das ist wohl wahr.

Jonas
Gast
Jonas

Erstens glaube ich, dass sogar das Mittelalter-Christentum noch besser als der Islam von heute ist. Keine Beschneidung, keine Kopftücher, kein Dschihad, keine Scharia … Zweitens ist die Kirche duch den „Marsch durch die Institutionen“ der Linken zersetzt worden. Die Linken haben sich in den Kirchen eingenistet, wie überall, wo es Macht und Geld jenseits des freien Marktes gibt. Und wenn wir ehrlich sind, die Religion der Kirchen ist auch gar nicht mehr das Christentum, sondern der Kulturmarxismus. Der Teufel wurde ersetzt mit Nazis. Die Engel mit Flüchtlinge. Leitfigur ist nicht mehr Jesus, sondern Hitler — man tut all das, von… Read more »

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