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Unsere Meinung zu Dawn of War III

Dawn of War I war eins der besten RTS-Games, welches ich jemals gespielt habe. Es überzeugte durch brutales Warhammer-Flair, eine spannende Kampagne und schnelle, taktische Kämpfe mit Unmengen an einzigartigen Einheiten. Die bisherigen Spiele, welche sich im Warhammer 40k Universium angesiedelt hatten, konnten nicht überzeugen. Wer erinnert sich schon an Space Hulk, einen Schinken aus den 90er Jahren oder Fire Warrior? Ich würde sagen: fast Niemand. Dawn of War I hingegen, hat bis heute eine stramme Fanbasis, hunderte von Mods, welche alle Rassen und Fraktionen des Universums spielbar machen. Dementsprechend baute Dawn of War II vor einigen Jahren auf eine etablierte Anhängerschaft und konnte durch eine Neuerung in der Spielmechanik, Verkleinerung der Maßstäbe in den Schlachten und Fokus auf Heldencharaktere, seine eigenen Akzente setzen und genießt weiterhin große Beliebtheit.  Dawn of War hat das Warhammer Universium einem breiteren Publikum erschlossen, die vorher nichts von den Miniaturen des Tabletop-Spiels wussten.

Letztes Jahr erreichte uns dann das lang ersehnte dritte Abenteuer mit dem ruhmreichen Titel: Dawn of War III.  Der atemberaubende Trailer ließ die Erwartungen in die Höhe schießen und viele Fans des ersten Teils hofften auf einen würdigen Nachfolger, welcher das Flair von Massenschlachten im Sci-Fi Universium würdig fortsetzen würde.

Diese Erwartungen hegte auch ich und wurde, nachdem ich das Spiel vor einigen Wochen endlich durchgespielt habe, bitter enttäuscht. Beileibe ist Dow III kein schlechtes RTS, aber dennoch kein Nachfolger im Sinne der Spielreihe Dawn of War. Längst kursiert im Netz eine etablierte Fangemeinschaft, welche dem Spiel den Namen Down of War gegeben hat, weil es so ein übler Downer für viele Fans der Serie war. Aber warum hat Dawn of War III enttäuscht? Zumindest anhand der Verkaufszahlen kann man sehen, dass das Spiel ziemlich gefloppt ist. Es blieb hinter den Erwartungen zurück und kursiert auch auf Steam nicht unbedingt im oberen Drittel der beliebtesten Online-Games, was sich die Entwickler selbst wohl erhofft haben. Während Dawn of war I und II langzeitigen Erfolg in der Online-Community haben konnten, sank die Spielergemeinschaft von Dow III ziemlich schnell und drastisch schon nach Erscheinen des Spiels. Gründe dafür? Hier sind die Dinge, die mir am Spiel gefallen haben und Dinge, die mir nicht gefallen haben:

Minuspunkte im Spiel:

  • Nach Release gab es nur 9 spielbare Karten mit einem EINZIGEN Spielmodus (Power Node), in der es immer darauf hinauslief, dass sich die beiden Kontrahenten mit möglichst vielen Einheiten in der Mitte um den Energiepunkt kloppen. Wer mehr Einheiten und starke Helden ins Feld führen konnte, gewann den Kampf und das Spiel in der Regel. Dieses Modus wurde sehr, sehr, sehr schnell langweilig und enttäuscht, weil uns von den Entwicklern ein Multiplayer-Game versprochen wurde, welches Langzeitmovitation mitbringt.
  • lineares Mapdesign, alle Wege führen nach Rom, oder aber eben direkt zum Gegner ohne Abwechslung und Hintertürchen
  • Starcraft-Klon? Eigentlich hat Starcraft mit seinen Zerg und Terranern ja von Warhammer kopiert. Aber beim Spieldesign und vom glänzenden Look der Figuren im dritten DoW hat man sich eindeutig an Starcraft II orientiert. Sehr zum Schaden der Serie. Denn das Warhammer-Flair wird von herumspringenden Terminatoren und statischen Squads ohne echte Killanimationen nicht so gut vermittelt, wie das DoW I und II vermochten.
  • Unfertiges Spiel bei Release: definitiv der größte Minuspunkt am ganzen Spiel ist, dass es für den Preis von 50-60 Euro einfach kein Spiel ist, dass diesen Kosten gerecht wird. Ein Multiplayer-Modus, der sich wie in einem MOBA spielt, dazu eine handvoll Karten und immer die gleichen Taktiken und Spielprinzipien? Nicht gut. Genauso wenig überzeugt die Kampagne, die schon nach wenigen (6) Stunden durchgespielt war und kaum eine Chance bot, sich mit den individuellen Charakteren der Kampagne zu identifizieren.

Pluspunkte

  • Gute Grafik, tolle Lichteffekte und ein super Soundtrack, der auch sehr an Starcraft II erinnert
  • Voice-Acting der englischen Sprecher ist fabulös und bringt Stimmung herüber, die sonst vom Design nicht getragen wird
  • niedrige Einsteigerhürde: das Spiel ist nicht kompliziert, was ich jetzt als Pluspunkt vermerkt habe. Man brauch nur wenige Minuten, ehe man den Dreh raushat und einige entspannte Stunden mit DoW III haben kann

Fazit?

Nicht grundlos hat Relic nachgegeben und mit einigen großen Patches nachgelegt und den Preis des Spiels massiv gesenkt. Neue Spielmodi wurden hinzugefügt und Entwickler gehen mittlerweile sogar auf Feedback in den Foren ein. Derzeit kann ich für Fans von schnellen und spaßigen Moba/RTS Spielen eine Empfehlung für Dawn of War III aussprechen, da der Preis auch nicht mehr bei 50 Euro liegt. Denn 50 Euro ist dieses Spiel leider bei Release nicht wert gewesen und echte Warhammer Fans, die sich eine düstere und brutale Atmosphäre vom Spiel erhoffen, werden wohl trotzdem eher enttäuscht sein.

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