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The Banner Saga 2: Familie, Clan und Midgardschlange

Quelle: Entwickler

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Ragnarök ist gekommen und die Welt deiner Familie, deines Clans und deines Volkes ist untergegangen. Was von deinem Volk übrig ist, hast du in aller Eile und Not über die eisigen Weiten des Nordens zum Meer gebracht. In der Hoffnung dort auf seetüchtige Schiffe zu treffen, die dich fortbringen können – fort von den steinernen Ungetümen und der Rache böser Götter. Das Grollen der titanischen Götterschlange lässt Berge und Täler in Staub und Geheul verschwinden, als ihr auf die rettenden Boote springt und weinend die Menschen beklagt, die ihr verloren habt.

So endet Banner Saga I, das PC-Spiel von Stoic, welches durch Kickstarter-Finanzierungen einer kleinen Fanbasis erst produzierbar gemacht wurde. Wie schon im letzten Spiel schlüpfen wir in die Rolle der Charaktere, die wir auch im ersten Spiel begleitet haben. Je nachdem für welche Hauptperson wir uns am Ende entschieden haben, starten wir mit einem von den beiden Anführern aus Teil I.

Bei mir war es Alette, die ich vor dem sicheren Tod bewahren konnte und nun hier in den Süden schicke, wo sie ihre lange Flüchtlingskarawane durch die tauende Landschaft führt, welche von Krieg und Chaos verheert wird.

An der Spielmechanik hat sich nichts verändert und es bleibt alles beim Alten. Mit der Maus führen wir die Karawane über die Karte und übernehmen jeweils an verschiedenen Storypunkten die Kontrolle über mehrere Protagonisten, die auf der gesamten Spielkarte verteilt verschiedene Flüchtlingskarawanen anführen. Immer verfolgt und in der steten Gefahr angegriffen zu werden. Wer nicht mit den wenigen Vorräten klug wirtschaftet, kann überleben. Das Spiel stellt wie der Vorgänger die Truppe immer wieder vor sehr schwierige moralische Entscheidungen: helfen oder nicht helfen, wenn fünfzig hungrige Zivilisten die Karawane um Schutz und Nahrung anbetteln?

Man kann abwägen, ob es sich hierbei möglicherweise sogar um eine Falle handelt oder aber ob die zusätzlichen Frauen und Kinder eher eine Last sind. Aber später im Spiel kann man genannte Frauen auch zu Bogenschützen ausbilden und vielleicht ist es ja besser für die Moral des Clans, wenn wir Frauen und Kinder dabei haben, die Glück und Wärme spenden können. Oder aber sie sind nur hungrige Mäuler, die unnötig Vorräte aufbrachen. Es ist die Entscheidung des Spielers und kann weitreichende Konsequenzen haben. Eine Abweichung vom Pfad zum Beispiel, wenn man sich dazu entscheidet irgendwelchem Wild nachzujagen, kann die gesamte Karawane in den Tod führen, weil man in einen Hinterhalt gelaufen ist, statt auf der Straße zu bleiben.

Obwohl die Fantasy-Welt von Banner Saga nichts mit den historischen Wikingern zu tun hat, kann man dennoch einen starken Einfluss skandinavischer Mythologie und Ästhetik bei dem malerisch schönen Spiel erkennen. Runensteine, Midgardschlangen und Niflheim. All dies und viele andere Elemente nordischer Kultur wurden fantasievoll mit der Spielwelt verwoben, die dieses mal sich optisch von Skandinavien entfernt und in Richtung Island oder sogar Grönland bewegt und sogar eine Art indianisches Reitervolk mitnimmt.

Anders als die anderen „Flüchtlinge“ in der Echtwelt reisen unsere Gefährten natürlich mit ihren Familien und beschützen diese auf dem gefährlichen Weg in eine neue Heimat. Alleinreisende junge Männer gibt es in The Banner Saga nicht, denn der Clan und die Familie bleiben zusammen.

Unterhalb des großen Göttersteins rasten wir die müden Knochen und stimmen ein ins Lied des Skalden. „Die Götter mögen tot sein – aber wir leben noch!“

Young German ist ein Blog zu Politik, Geschichte, Kultur, Gesellschaft und Militär. Wir sind ein kleines Team engagierter Autoren und schreiben in unserer Freizeit. YG ist ein ehrenamtliches Projekt ohne Gewinnorientierung.

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