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Bücher

Rezension: Beren und Lúthien von Tolkien

Ist Beren und Lúthien das letzte Werk, was Christopher Tolkien betreuen konnte?

Quelle: Klett Cotta / Pixabay

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Ein dramatisches Schicksal überschattet die Liebe von Beren und Lúthien. Sie gehört den unsterblichen Elben an, während er ein Sterblicher ist. In seiner tiefen Abneigung gegen alle Menschen zwingt ihr Vater, ein großer Elbenfürst, Beren eine unlösbare Aufgabe auf: Bevor dieser Lúthien heiraten darf, muss er von Melkors Krone einen Silmaril rauben. Den Leser erwartet die schönste Geschichte Tolkiens.
Speziell für diese Ausgabe hat der bekannte Tolkien-Künstler Alan Lee zahlreiche Farbgemälde und Zeichnungen geschaffen. (Verlag)

Die Ausgangsgeschichte die man im Werk „Beren und Lúthien“ vorfindet, ist tatsächlich keine unbekannte Erzählung, taucht sich doch in den Filmen der Herr der Ringe Reihe in Form von Aragorn und Arwen auf. Dies natürlich, unter Vorbehalt, in stark abgewandelter Form. Christopher Tolkien, der Sohn J. R. R. Tolkiens, veröffentlichte einige Werke seines Vaters nach dessen Tod. Darunter auch „Das Silmarillion“ welches bereits 1977 veröffentlicht wurde und einige Geschichten aus Mittelerde zusammenfasst. Darin enthalten war damals schon die Geschichte von „Beren und Lúthien“. Jetzt, Anno 2017, wurde diese Geschichte als Einzelband herausgegeben und in seiner Hintergrundgeschichte und im Entstehungsprozess samt verschiedener Fassungen beleuchtet. Abgerundet wird dieses Paket mit Illustrationen von Alan Lee, der der Welt von Tolkien bereits öfters Leben durch seine Bilder eingehaucht hat. Diese Qualität, das sei verraten, kann er auch hier wieder grandios hochhalten.

Was darf man erwarten?

Wer sich mit dem Werk Tolkiens auseinandergesetzt hat, weiß, dass es nicht unbedingt einfach zugänglich ist. Man darf an dieser Stelle keinen Roman erwarten, der einen klaren Anfang und ein Ende kennt. Vielmehr werden hier Erzählungen aneinander gereiht. Ein Großteil des Werkes ist in Versform verfasst, da es sich um Lieder handelt. Oft benötigt ist daher auch die Erklärungen von Christopher Tolkien, welche natürlich den Lesefluss etwas hemmen, aber notwendig für den unkundigen Leser sind. Freunde von Tolkien werden sich daher über die Geschichte von „Beren und Lúthien“ und die überarbeitete Fassung des „Leithian-Liedes“ freuen.

Fazit

Harte Tolkien-Fans schlagen hier sowieso zu. Wer aber die Zeit und Muße mitbringt, sich dem Werk Tolkiens nähern zu wollen, kommt auch an diesem Buch nicht vorbei. „Beren und Lúthien“ ist die vielleicht traurigste und emotionaliste Liebesgeschichte, die im Tolkienuniversum existiert. Tolkien selbst war so beeindruckt und fasziniert von den beiden Charakteren und ihrer Liebe zueinander, dass er sich die Namen sogar auf den Grabstein schrieben ließ. Dieses Grab kann immer noch in Oxford bestaunt werden. Christopher Tolkien hat im Vorwort dieses Werkes selbst angedeutet, dass es vielleicht die letzte Veröffentlichung sein könnte. Im stolzen Alter von 93 Jahren hatte er sein Leben dem Werk seines Vaters gewidmet.

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