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Tech & Games

Review – Kingdom Come: Deliverance

Wir haben das Meisterwerk angespielt.

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am

Quelle: Warhorse Studios

Ein Spiel, welches im böhmischen Mittelalter angesetzt ist, was ohne jegliche Fantasy Allüren auskommt und einen realistischen Anspruch hat? Sowas gibt es? Ja! Dank den Warhorse Studios aus Tschechien können wir seit diesem Jahr ein solches Abenteuer erleben.

Wir befinden uns im Jahr 1403 im Heiligen Römischen Reich in Böhmen. Das Szenario des Spiels ist direkt nach dem Tod Karls IV.  angesetzt. Sein Sohn Wenzel erweist sich als schwacher Nachfolger. Die deutschen Gräfe drängen Karls Bruder Sigismund die Macht zu übernehmen. Ein Machtvakuum hat dazu geführt, dass verschiedene Kräfte um die Hoheit buhlen. Ganz so wie in Game of Thrones. Böhmen wird angegriffen und die Bevölkerung leidet darunter.

 

Wir begleiten den Schmiedejunge Heinrich, der am Rande der Burg Skalitz lebt. Während er seinem sorgenlosen Leben nachgeht, rücken ungarische Truppen unaufhaltsam fort. In wenigen Minuten steht die Burg in Flammen, unsere Eltern wurden ermordert und unser Abenteuer beginnt. Wie wird sich der Taugenichts Heinrich durchs Leben schlagen? Kann er seine Eltern rächen? Schafft er es, zum ernstzunehmenden Gegner zu werden und seine Ziele durchsetzen zu können? Das sind die Hauptaspekte im Spiel.

 

Der Überlebenstrip durch Böhmen

 

Heinrich muss sich nicht nur vor schwer gepanzerten Ungarn hüten, der Spieler muss auch darauf achten, dass Heinrich nicht verdurstet, verhungert oder an Übermüdung stirbt. Dieses System passt perfekt ins Spiel rein und vertieft das Spielerlebnis.

Die Spielwelt ist äußerst detailliert gestaltet. Die Landschaften wirken authentisch und sind echten Vorbildern nachempfunden. Völlig frei lässt sich diese offene Welt erkunden. Wir sind auch direkt nach dem Beginn frei, eigene Wege zu gehen und erstmal nur zu erkunden. Während unserer Reise konnten wir unter anderem Burgen, Schlachtfelder, Wälder, Bäche und Kloster erkunden. Die Wälder sind wunderschön gestaltet und ab und zu trifft man hier interessante Vorfälle, wie leere Karawanen, Tiere oder Reisende sowie Banditen.

Die Spielwelt ist echten Orten nachempfunden.

Das Kampfsystem

 

Erwartet man hier ein Kampfsystem á la The Witcher oder The Elder Scrolls: Skyrim, wird man bitter enttäuscht. Stattdessen hat man ein eigenes System entwickelt, welches das Kampfgeschehen anspruchsvoller und realistischer gestalten soll. Mit der Maus oder wahlweise dem Controller setzt man die Angriffsrichtung fest. Kombinationen und Finten sind hier elementar wichtig. Das ist natürlich ungeübt nicht einfach und das Spiel löst dieses Problem fantastisch: In verschiedenen Sparringen als Quest erlernt Heinrich das Kampfhandwerk. Das ist der große Unterschied zu anderen Rollenspiel-Titeln. Die Liebe zum Detail wird hier sichtbar. Technik und Geschichte des Spiels sind hier eine Einheit.

 

Freiheiten in Kingdom Come: Deliverance

 

Die Entscheidungsfreiheit in Dialogen ist sehr groß. Allerdings läuft die Geschichte linear ab. Es besteht nicht die Möglichkeit, das Spiel fernab der Hauptstory in zwei konträren Wegen zu spielen. Im Vergleich zu anderen großen Titeln, wo die Nebenquests fast besser sind als die Hauptgeschichte,  spielt man Kingdom Come für die Geschichte von Heinrich und seinen Kampf der Rache. Gerade die ersten Stunden des Spiels sind wie ein interaktiver Film. Wir haben fast überhaupt nichts machen müssen und konnten den toll vertonten und inszenierten Gesprächen folgen.

 

Skandale um das Spiel

 

Bereits im Vorfeld sorgte das Spiel für Aufruhr. So gab es den Skandal, dass der Macher des Spiels, Daniel Vávra, ein Rassist sei, da er sich vermehrt positiv gegenüber Antifeminismus geäußert hatte. Da im Spiel keine dunkelhäutigen Personen in der Spielwelt eingeführt wurden, würde das „White Supremacy“ unterstützt werden. Dass ein Europa im 14. Jahrhundert zwar multikulturell war, aber nicht die großen Wanderungsbewegungen aus dem vorderen Orient oder Afrika aufweisen kann, wird hier an der Stelle außer Acht gelassen. Interessant ist auch der Vorwurf, dass man nur Heinrich als Charakter spielen kann. Eine Frau als Spielfigur haben die Entwickler nicht ermöglicht. Komisch ist, dass gerade dieser Vorwurf bei Kingdom Come aufkommt, obwohl viele andere Spiele, wir berichteten z.B. über Elex, dieses Prinzip genauso haben. Gerade im Mittelalter ist es tatsächlich so gewesen, dass Frauen eine untergeordnete Rolle hatten und nur die wenigsten das Leben einer Schildmaid (nordische Kriegerin) lebten.

Fazit

Kingdom Come: Deliverance ist unheimlich fesselnd und zieht Spieler problemlos in seinen Bann. Wir können nur hoffen, dass das Spiel den Entwicklern Recht gibt und wir uns auf einen ähnlichen Nachfolger freuen dürfen. Einziges Manko: Die Ladezeiten sind teilweise echt brutal lang. Dafür gibt es auch einen Grund: Jeder Tagesablauf der Nebencharaktere muss durchlaufen. Echte Liebhaber werden es dem Spiel aber verzeihen.

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Yannick Noé ist leitender Redakteur des Arcadi Magazins. Seine Lieblingsthemen sind Politik, Kunst und alle möglichen Bücher. Für Arcadi rezensiert er verschiedene literarische Werke.

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