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Retro-Gaming Teil 2: Lohnt sich der Kauf von Neuveröffentlichungen?

Wir machen weiter mit unserer Gaming-Reihe und zeigen, welche Spiele überhaupt eine Neuveröffentlichung bekommen können und warum manche nicht

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Während sich der erste Teil dieser Retro Artikelreihe um das Thema ging, wie man alte Spiele bekommt, wird diese Fortsetzung erklären, welche Vor- und Nachteile diese Neuveröffentlichungen haben, und wo die Grenzen dieser Neuveröffentlichung liegen, also was in der Regel nicht neu veröffentlicht wird.

Der Haupt Vorteil der Neuauflagen über Online-Vertriebsplattformen, Mini Konsolen etc. ist einmal, dass alle technischen Probleme weg fallen. Die Speicherbatterie kann niemals leer gehen, man muss nicht 50 mal auf die Kontakte eines Spielmoduls pusten, damit das Ding endlich angeht, es gibt keine Probleme mit dem TV und man muss keine aberwitzige Konstruktionen bauen, um 10 Konsolen an 2 Scart/Composite Anschlüsse unter zu bringen (und es gibt keine Interferenz von verschiedenen Signalen, die das Bild ruinieren). Datenträger können auch nicht verschleißen.

(Es gibt auch bestimmte alte Konsolen, welche durch den Verschleiß sehr aufwändige Reparaturen benötigen können. Beispielsweise kann es beim Sega Dreamcast vor kommen, dass dort der Laser sich verschiebt, was es erforderlich macht, die Konsole aufzuschrauben und den per Hand in die richtige Position zu setzen. Beim LaserActive von Pioneer muss oft sogar die Platine der Konsole ausgebaut, und jeder Kondensator von Hand abmontiert und durch einen Neueren ersetzt werden.)

Der große Nachteil von heutigen Neuveröffentlichung ist aber wiederum, dass man der Gnade des Herstellers ausgeliefert ist, und gerade kuriose Nischenspiele oft nicht neu aufgelegt werden. Oder es bei manchen erfolgreichen Spielen zu rechtlichen Verwicklungen kommt, die eine Neuauflage unmöglich machen. (z.B. weil eine der beteiligten Herstellerfirmen Pleite ging und die Rechte an dem Spiel über die Konkursmasse an seltsame Kanäle flossen. )

Ein weiterer Vorteil moderner Neuveröffentlichungen ist, dass dadurch selten gewordene Spiele leichter verfügbar werden (was aber deren Sammlerwert schmälern kann). Oft ist dies gerade bei bekannteren Titeln nützlich, da die Preise für die originalen Datenträger oft erstaunlich in die Höhe geschnellt sind.

Generell ist es so, dass Neuauflagen dann nicht kommen, wenn das Originalgerät erfolglos war und/oder nur in einem Land erschienen ist. Das gilt insbesondere für die Zusatzlaufwerke, die von Nintendo für ihre Konsolen erschienen. Bei vielen dieser Nischengeräte lohnt sich eine Emulation aber auch nicht wirklich, weil diese Geräte nicht wegen ihrer Software interessant sind, sondern wegen ihrer Technologie. Beispielsweise funktionierte die LaserActive mit sogenannten LaserDiscs, die der Vorgänger der DVD waren, aber die Größe von Schallplatten haben. Solche Geräte sind genau wegen solcher Dinge interessant. (Dasselbe gilt für nie erschienene Konsolen Prototypen wie der Sega Pluto oder die Nintendo Playstation. )

Eine Sache, warum das ein wenig Schade ist, ist die Tatsache, dass dadurch auch oft Software von Geräten verloren geht, die als Erste eine Technologie genutzt haben. Das gilt insbesondere für viele der ersten CD Rom basierten Konsolen wie die 3DO von Panasonic und das CDI von Philips, da die CD Rom erst ab der Playstation Erfolgreich war.

Was extrem schlecht aufbereitet wird, ist Zusatzmaterial zu alten Spielen. Die „Spielekultur“ der damaligen Zeit bestand nicht nur aus den Spielen selbst. Nintendo und andere Hersteller hatten früher eigene kostenlose Magazine zur Promotion. Meistens auch mit eigenen Comics etc. (Meist von den Übersetzern der Spiele produziert. ) Zu vielen Spielen brachten die Hersteller liebevoll gestaltete Lösungsbücher auf den Markt. Dann gab es Promo-Videos wie Making-Offs zu Donkey Kong. Einige Konsolenhersteller probierten sogar zeitweise, eigene TV Kanäle zu eröffnen, die mit der Konsole als interaktivem TV interagieren können. Einige Firmen hatten sogar eigene Messen wie die Nintendo SpaceWorld. Und zu sehr vielen Spielen gab es Animes, TV Serien oder sogar Kinofilme. Und stellenweise hatte sogar die Werbung Kultcharakter, wie Segas „Sega macht, was Nintendo nicht kann“ Kampagne.

Während Filmstudios manchmal solches Zusatzmaterial mit aufbereiten und einer Neuauflage eines alten Films als Bonusmaterial bei geben, lassen Spielehersteller fast komplett die Finger von solchen Dingen, weshalb dieses Material von offizieller Seite gar nicht mehr zu bekommen ist, und nur durch die Arbeit von Fans nicht verloren ging. Das ist echt verwunderlich, weil vieles wahrscheinlich sogar großen Marktwert besitzt. Beispielsweise hatte Nintendo zur Promotion vom Nintendo 64 mit Hilfe der berühmten „Cray 1“ Supercomputer, hochwertige Bilder von Mario in Spielsituationen erstellt. Es wird bestimmt viele Leute geben, die sich das auch heute noch gerne an die Wand hängen würden.

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