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Politik

Orania – Ein Besuch im Kulturbollwerk der Buren

In Südafrika sind die Buren an den Rand der Vernichtung getrieben. In Orania haben sie sich eine Enklave geschaffen.

Quelle: Orania Beweging

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Eine virtuelle Reise an den Ort, wo die Kultur der Buren bzw. Afrikaaner bewahrt wird – auch nach Ende der Apartheid 1994. Für viele ein wahrgewordener Traum und eventuell auch Inspiration für uns.

Die Geschichte der Buren bzw. Afrikaner – aufgrund der Verwechslungsgefahr dieser Selbstbezeichnung mit dem deutschen Wort „Afrikaner“ verwenden wir das Synonym „Afrikaaner“ –  in Südafrika ist geprägt von Problemen und Verfolgung. Zunächst als Gründer von den Briten unterdrückt, von Napoleon befreit, wieder unter der Herrschaft des British Empire gelandet und dort um 1900 als erste weltweit bekannte Gruppe in Konzentrationslagern eingesperrt nur um letztendlich auch noch der Unterdrückung durch die neue, lokale Regierung ausgesetzt zu sein. Einige Menschen haben sich jedoch aus dem von Kriminalität und Rassismus geprägtem „Regenbogen-Südafrika“ in einen kleinen, eigenen Stadtstaat geflüchtet. Diesen möchten wir uns im Folgenden etwas genauer anschauen.

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Geschichte Oranias.

 

Vluytjeskraal – Alles begann als Arbeiterstadt

1963 wurde die Stadt als Vluytjeskraal für die Arbeiter eines nahegelegenen Staudamm- und Wasserkanalprojekts errichtet, welches die trockenen Wüstengebiete in der Gegend mit dem Wasser des Flusses Oranjerivier („Oranger Fluss“, im Folgenden mit dem englischen Namen „Orange River“ bezeichnet) versorgen sollte. 1965 wurde in Anlehnung an diesen in einem Wettbewerb Orania als neuer Stadtname bestimmt. Zu diesem Zeitpunkt lebten bereits 56 ausschließlich weiße Familien im Ort. Schwarze Arbeiter wurden im Nachbardorf Grootgewaagt untergebracht.

 

 

Nachdem das am Ort bedachte Staudammprojekt 1976 komplettiert war, begannen die Familien langsam aber sicher die Stadt wieder zu verlassen. 1989 wurde der Ort auch offiziell von der ihn betreibenden Gesellschaft aufgegeben. Die letzten Familien hatten den Ort bereits vorher verlassen und er wurde dem Verfall hingegeben. Es lebten jedoch weiterhin noch schwarze Familien in Grootgewaagt. Dieser Ort ist heute von der Landkarte verschwunden – die Bewohner wurden umgesiedelt.

Im Dezember 1990 begann die eigentliche Stadtgeschichte. In Anbetracht des sich abzeichnenden Endes der Apartheid der National Party und der neuen Bedrohung der Afrikaanerkultur nicht nur durch die britische Vorherrschaft, sondern auch durch die an Macht gewinnenden Ureinwohner schlossen sich vierzig Familien zusammen. Diese kauften den Ort schließlich zum Preis von umgerechnet 200.000 US-Dollar. Vertreter und Kopf der Käufer war Carel Boshoff, Schwiegersohn des ehemaligen Premierministers von Südafrika Hendrik Verwoerd.…

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