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Liebe & Sex

No Fap – eine Bewegung

Ist No Fap wissenschaftlich haltbar?

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Studien zufolge sollen etwa 90 Prozent der Männer Selbstbefriedigung betreiben. Das Schulhof-Schimpfwort „Wichser“ scheint damit als Heuchelei auf höchstem Niveau enttarnt zu sein. War es früher noch skandalös, selbst Hand anzulegen, wird es heute in Zeiten von vermeintlicher sexueller Freiheit als völlig normal angesehen.

Im Privatfernsehen wirbt eine eigene Industrie mittlerweile völlig offen für Sexspielzeug. Während in der linksliberalen Gegenwartsgesellschaft mit Hang zur Genusssucht anscheinend alle Tabus fallen, bildet sich weltweit eine Bewegung vornehmlich von Männern, die nicht nur keine Pornos mehr schauen, sondern gar nicht mehr Selbstbefriedigung betreiben wollen. Die aus den USA-stammende Bewegung nennt sich „NoFap“, was man auf Deutsch in etwa mit „Kein Wichsen“ übersetzen könnte.

In ihr organisieren sich Männer aus den unterschiedlichsten Schichten und aus den unterschiedlichsten Beweggründen. Es handelt sich also mitnichten um eine religiös motivierte Vereinigung, obwohl sicherlich bei vielen die losen organisierten Forenschreiber ein – wie auch immer gearteter – moralisch-religiöser Hintergrund ausschlaggebend sein dürfte. Die im Christentum, Judentum und Islam bestehenden Verbote dahingehend sind allgemein bekannt, weswegen auf diese „NoFapper“ an dieser Stelle nicht eingegangen werden soll.

Viel interessanter sind die vielen „Aktivisten“, die aus ganz anderen Gründen „Nein“ sagen. Darunter befinden sich solche, die nie eine Freundin hatten und generell eher schüchtern sind. Sie berichten davon, wie ihr Selbstbefriedigungs-Stopp sie selbstbewusster und männlicher hat werden lassen. Immer wieder ist von seltsamen Verhaltensänderungen von Frauen die Rede, die plötzlich nicht mehr über sie hinwegsahen, sondern sie aktiv wahrnahmen. In der Tat steigt nach einem Orgasmus der Testosteron-Spiegel über Tage hinweg an, bis er nach etwa sieben Tagen seinen Höchststand erreicht hat. Wer jeden oder jeden zweiten Tag masturbiert, wird also nie besonders männlich sein.

Hinzu kommen die erheblichen psychischen Auswirkungen, die der meist damit verbundene Pornokonsum hat. Seiten wie yourbrainonporn.com stellen die vielfältigen und gut untersuchten Folgen dar. Die tausenden Frauen, die mit wenigen Klicks virtuell zur Verfügung stehen, lassen das Interesse an realen Frauen langsam aber sicher schwinden. Reale Frauen werden allenfalls noch als Sexobjekt betrachtet und entsprechend ihrer virtuellen Geschlechtsgenossinnen eingehend gemustert. Anstatt sie zu umwerben, wird dann meist „das Gesehene“ mit nach Hause genommen. Der „Fapper“ wird durch eine Mischung aus Scham, Schuld und geistiger Programmierung daran gehemmt, bei Frauen tatsächlich zu landen.

Hinzu kommt, dass das Betrachten von männlichen Pornodarstellern beim Geschlechtsverkehr dazu führen soll, dass die Zuschauer sich selbst unterbewusst als „Beta-Männchen“ einordnen.

Andere „NoFapper“ kommen aus einer ganz anderen Ecke, nämlich dem Hochleistungssport. Längst ist bekannt, dass im Spitzenfußball vor wichtigen Spielen Trainer schon mal ein Sexverbot verhängen, um den Testosteronspiegel hoch zu halten. Masturbation als permanent verfügbare Lustquelle ist hier noch gefährlicher als Geschlechtsverkehr, denn für den braucht man immer noch einen willigen Partner. Gerade Bodybuilder wollen daher den Dienst mit der Hand quittieren und sauber werden.

Auch zu finden sind die üblichen Lebensverbesserer, die man sonst auf Mindset-Seminaren und im Vertriebsbereich findet. Masturbation und Pornographie kosten nicht nur enorm viel Zeit, sondern durch den sinkenden Hormonspiegel und die Ausschüttung von Entspannungsstoffen wie Relaxin im Gehirn wird man träge und erreicht wenig.

Wer sein Leben auf eine ganz neue Ebene bringen, seine Sucht besiegen und die wertvolle Lebenszeit bei voller geistiger und körperlicher Energie für wirklich wichtige Dinge einsetzen will, der probiert es einfach einmal aus. Unterstützung und Rat findet er unter anderem auf reddit: Auch dann, wenn es einen Rückfall gibt. Die wenigsten NoFapper schaffen es nämlich wirklich über Jahre hinweg, ohne kleine Rückschläge zu leben. Das zeigt, wie bedrohlich tief die Spuren sind, die Masturbation vor allem in Verbindung mit Pornographie im Hirn hinterlässt.

 

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