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Sport & Gesundheit

MMA in der Antike und heute

MMA gewinnt an Beliebtheit. Doch woher kommt diese Sportart überhaupt?

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Die Kampfsportart MMA (Mixed Martial Arts, dt. „gemischte Kampfkünste“) polarisiert und ist hart umstritten. Für die Einen ist es eine normale Vollkontaktsportart, für die Anderen brutale Barbarei. Fest steht: Wenn in vielen anderen Kampfsportarten der Kampf abgebrochen wird, geht es im MMA erst richtig los …

 

Die Ursprung der gemischten Kampfkünste

Verschiedene Kampftechniken wurden schon zu Beginn der Menschheit entwickelt und ausgeübt, um sich gegen Angriffe zur Wehr zu setzen. In verschiedenen Kulturen haben sich diese Techniken unterschiedlich entwickelt. Dabei gab es Fußtritte, Schläge, gezielte Griffe, aber auch den Einsatz von Waffen.

In der Antike waren Kämpfe sehr beliebt. Zwei wesentliche Elemente des MMA – Ringen und Boxen – gab es schon im 4. Jahrhundert bei den Olympischen Spielen. Ein paar Jahrzehnte später, als man herausfinden wollte, welcher Kämpfer denn nun der Beste ist, wurde die Sportart Pankration bei den Olympischen Spielen aufgenommen. Dabei durften die Profi-Athleten im Stand und auf dem Boden kämpfen und mit ganzem Körpereinsatz, jedoch ohne Waffen und mit Regeln, kämpfen.

Auch postantik lebten die gemischten Kampfkünste weiter und wurden mit unterschiedlichen Regelwerken variiert und fortgeführt.

 

MMA-Regeln

Anfang der 90er Jahre begannen die ersten MMA-Kämpfe in Deutschland. In den letzten Jahrzehnten hat sich nach und nach ein strenges Regelwerk herausgebildet. Bis ins kleinste Detail sind hier Gewichtsklassen, Kleidung, Schutzausrüstung, Wettkampffläche, Rundenlänge, Punktwertungen, Fouls, der Umgang mit Verletzungen und prophylaktische Bluttests festgelegt.

Als Foul gewertet werden kratzen, beißen, Haare ziehen, Tiefschläge, Schläge zur Wirbelsäule oder zum Hinterkopf, das Vortäuschen einer Verletzung, Schläge nach unten mit der Spitze des Ellenbogens, Schlagtechniken zum Kehlkopf, Kopfstöße, Augenstechen, Greifen der Kleidung des Gegners, Stampftritte zum auf dem Boden liegenden Gegner und viele mehr.

Gekämpft wird entweder in einem Ring wie beim Boxen oder sporttypisch im Oktagon, auch „Käfig“ genannt. Die Wettkampffläche ist gepolstert und von einem stabilen Sicherheitszaun umgeben. Auch die Pfeiler sind gepolstert und verhindern so, dass die Kämpfer sich am Käfig verletzen. Ein Profi-Kampf geht über drei Runden zu je fünf Minuten, Amateure kämpfen für gewöhnlich jede Runde nur drei Minuten. Die Schutzausrüstung ist geschlechtsspezifisch festgelegt: Männer müssen und dürfen nur einen Tiefschutz, Handschuhe und einen Zahnschutz, Frauen nur einen Brustschutz, Handschuhe und einen Zahnschutz einsetzen. Bei der Kleidung sind Männern Kampfshorts vorgeschrieben, Frauen müssen zusätzlich ein Oberteil tragen. Sogar die Verwendung von Tape und Bandagen ist genau geregelt.

Der Ringrichter wird Referee genannt. Er kann z.B. auch einen Kampf abbrechen, einen Kämpfer disqualifizieren oder Fouls sanktionieren. Zusätzlich gibt es noch drei Punktrichter – „Judges“ – und einen Ringarzt. Vor und nach dem Kampf müssen alle Athleten eine Arztuntersuchung durchlaufen und einen Bluttest vorlegen – wer gedopt ist, HIV, Hepatitis B oder Hepatitis C hat oder schwanger ist, wird nicht zum Kampf zugelassen. Insgesamt ist das Verletzungsrisiko beim MMA etwas höher als beim Boxen, allerdings sind die meisten Verletzungen hier im Vergleich zum Boxen viel geringfügiger und das Risiko auf eine Gehirnerschütterung geringer, da der Kopf nicht das Hauptziel ist.

Beim MMA gibt es mehrere mögliche Ergebnisse:  Für einen Kämpfer entschieden werden kann der Kampf, wenn ein Gegner aufgibt („submission“), wenn es zu einem Knockout oder technischen K.O. kommt oder durch eine Punktentscheidung durch die Judges. Weitere mögliche Ergebnisse sind das Unentschieden („draw“) oder eine Disqualifikation.

 

Sportspezifische Kampftechniken

Die wichtigsten Techniken im MMA sind aus dem Kickboxen, Muay Thai, Brazilian Jiu Jitsu und Ringen entnommen, da sie sich im Kampf bewährt haben. Hier sollen ein paar MMA-typische Techniken erklärt werden.

Ground and pound: Das Schlagen auf Kopf oder Körper aus der Oberlage, z.B. aus der Guard oder der Mount.

Clinch: Der Kämpfer umklammert den Körper des Gegners mit einem oder beiden Armen, um Schläge zu verhindern oder einen Takedown durchzuführen.

Takedown: Der Gegner wird aus der Balance gebracht und zu Boden gezwungen.

Sprawl: Abwehr des Takedowns, bei der die Füße zurückschnellen und das Gewicht am Becken nach unten verlagert wird, damit der Gegner die Beine nicht erreicht.

Guillotine: Dieser Hebelgriff wird am Hals des Gegners angesetzt, was ihm auch diesen Namen gegeben hat.

 

 

Beliebtheit und Gründe für diesen Sport

Mixed Martial Arts wird immer populärer und gerade die Zuschauerzahlen der UFC (Ultimate Fighting Championship) bewegen sich mittlerweile im siebenstelligen Bereich.

Der wohl bekannteste MMA-Kämpfer ist der Ire Conor McGregor mit dem Beinamen „The Notorious“  – bei 21 Siegen und nur drei Niederlagen. Auch Frauenkämpfe werden in der UFC immer beliebter, die höchsten Einschaltquoten  erzielen Ronda Rousey, Holly Holm, Paige van Zant und Miesha Tate.

MMA ist definitiv ein Hochleistungssport. Die Stärke hier hängt größtenteils nicht von der körperlichen Kraft, sondern von Stresstoleranz, Disziplin und der richtigen Technik ab. Viele Kämpfer suchen hier die physische und mentale Herausforderung, um ihren Körper und Geist weiterzubilden. Für Amateure ist es ein guter Ausgleich zum Alltag, um sich körperlich zu ertüchtigen und Disziplin und Ausdauer zu erlernen.

 

Kampfsport vs. Selbstverteidigung

Kampfsportarten wie MMA sind nur bedingt zur Selbstverteidigung auf der Straße einsetzbar. Die meisten Bodentechniken sind für die Selbstverteidigung nicht zu empfehlen, ohne Handschuhe können auch normale Schläge für einen Ungeübten ein hohes Verletzungsrisiko mit sich bringen. Hier liegt der Hauptunterschied zwischen Kampfsport und Selbstverteidigung: Kampfsport ist fair und gegenseitiger Respekt wird großgeschrieben, auf der Straße hingegen gibt es keine Regeln und es geht teilweise ums Überleben.

MMA sieht gefährlicher aus als es ist, darf aber dennoch nicht unterschätzt werden. Diese Sportart ist völlig zu Unrecht als postmoderner Gladiatorenkampf verschrien und wird auch in Zukunft immer beliebter werden.

 

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