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Politik

Mit Linken reden – Ein etwas anderer Bericht von der Frankfurter Buchmesse

Hier noch ein Eindruck von der Frankfurter Buchmesse.

Veröffentlicht

  am

Großes Getöse war im Vornherein um die Buchmesse gemacht worden: Die Messe würde von
den Rechten überflutet werden. Und so wurde aus linken Kreisen gezielt dazu aufgerufen die
rechten Aussteller so gut es geht zu torpedieren, was in der Verwüstung des Antaios-Standes
sowie des Tumult-Standes mündete. Für Samstag war nun eine Gesprächsrunde mit Björn Höcke
und Akif Pirincci angekündigt sowie eine Buchvorstellungen von Seiten der beiden identitären
Aktivitsen Martin Sellner und Mario Müller. Es konnte also an diesem Samstag nur gut werden.

Durch dies alles motiviert machte ich mich mit einer kleinen Reisegruppe auf zur größten
internationalen Buchmesse. Unser erste Ziel war natürlich der Antaios-Stand, an welchem den
ganzen Tag über eine Menschentraube versammelt war und Kameras in das Innere des Standes
filmten. Gegenüber des neurechten Verlages hatte die durch staatliche Gelder finanzierte
Amadeo-Antonio-Stiftung ihr Lager bezogen. Mit todernsten Mienen starrten die Vertreter jenes
Standes hinüber zu den „bösen“ Rechten. Dies nahmen wir zum Anlass, diese in ein Gespräch zu
verwickeln. Allerdings blockten die anwesenden Vertreter der Stiftung sofort ab, verwiesen jedoch
darauf, dass wir uns gerne bedienen dürften, was Prospekte und Aufkleber anginge. Wir
bedienten uns natürlich gerne und machten uns dann auf den Weg zu den nächsten Ständen, an
welchen die Mitarbeiter wesentlich höflicher und freundlicher waren als am Stand dieser Stiftung.

Bei der Anne-Frank-Stiftung, welche unseren nächsten Anlaufpunkt bildete, konnten wir unsere
Gesichter durch ein Standbild drücken, welches zwei Muslimas in Supermanhaltung darstellte.
Gegen muslimischen Rassismus seien sie, sagte uns eine der netten Damen des Standes. Am
Stand der Rosa-Luxemburg-Stiftung ließ man uns von alten Kampfzeiten träumen, denn Schriften
neueren Datums waren dort Fehlanzeige – nichtsdestotrotz lauschten wir gespannt einem
Gespräch über die verschiedenen Ausgaben des Kapitals von Karl Marx.
Auch in der Messehalle 4.1 gab es einiges zu sehen. So hatten dort Junge Freiheit, Cato-Magazin,
Tumult sowie Tichy’s Einblick ihre Stände. Der JF-Stand wimmelte nur so von interessierten
Menschen, welche mit Tüten, gefüllt mit JF-Ausgaben und Postern, ausgestattet wurden.
Während wir am JF-Stand verweilten, kündigte sich gerade ein Gespräch mit dem Fraktionschef
der rheinland-pfälzischen AfD Uwe Junge zum Thema Bundeswehr an. Diesem hörten wir und
viele andere Anwesende gespannt zu.


Neben diesen Ständen gab es natürlich noch viel mehr auf der Buchmesse zu sehen. Auch wenn
viele Stände, gerade in den Messehallen 4.1 und 3.1, gezielt mit dem Motto auffielen, dass die
Messe „kein Ort für Neonazis“ sei. Gerade in der Messehalle 4.1 kam es einem so vor, als wären
alle übrigen Messestände links. So konnten wir uns bei diversen sozialistischen Instituten über die
Realisierung eines modernen Sozialismus informieren und wurden kostenfrei mit Schriften
ausgestattet. Auch die TAZ machte keinen Hehl um ihre politische Schwerpunktsetzung und so
wurden wir auch hier mit dem neuesten sozialistischen Monatsblatt bestückt. Neben dem JFStand
war außerdem eine Art Bühne installiert in welcher man sich mit einem als Hitler
verkleideten Donald Duck ablichten lassen konnte.

Gegen 17 Uhr sollte es nun zur Gesprächsrunde um das Buch „mit Linken leben“ von Martin
Lichtmesz und Caroline Sommerfeld kommen. Dazu waren außerdem als Moderatorin Ellen
Kositza sowie als weitere Gesprächsgäste Björn Höcke und Akif Pirincci anwesend. Mit dem
Beginn der Diskussion, begannen auch die Störaktionen linker Aktivisten. Zunächst gab es
einzelne Zwischenrufe, dann wurde durch das Hochhalten von Schildern auf sich aufmerksam
gemacht. Während der darauffolgenden Buchvorstellung von Akif Pirincci blieb es vergleichsweise
ruhig bis mit der nahenden Buchvorstellung vonseiten der identitären Aktivisten Martin Sellner und
Mario Müller der Höhepunkt des Gerangels und Geschreis erreicht wurde.
Gezielt waren linke Aktivisten unter die Zuhörerschaft geschleust worden, welche mit dem
Auftreten der beiden identitären Aktivisten sofort loslegten sich zusammenzuballen, Sprechchöre
zu bilden und massiven Druck in Richtung der Bühne zu entwickeln.

Jedoch trat auch die konservative und rechte Seite souverän auf und schirmte die Referierenden
gegenüber dem wütenden Mob ab. Das gegenseitige Angeschreie der beiden Seiten hielt eine
gefühlte Ewigkeit an, bevor die Polizei die linken Aktivisten aus der Halle geleitete und die
Veranstaltung durch den Messechef Jürgen Boos für beendet erklärt wurde. Götz Kubitschek, der
Chef des Antaios Verlages, wollte dies jedoch nicht auf sich sitzen lassen und lies die
Veranstaltung weiterlaufen, sodass die beiden Bücher der beiden identitären Aktivisten kurz
vorgestellt werden konnten. Außerdem machte Kubitschek seinen Unmut über das Versagen der
Messeleitung deutlich.

Zum Zeitpunkt der Gesprächsrunde auf dem Form in Halle 4.2 war es natürlich nicht mehr
möglich mit den Linken zu reden, da standen die Zeichen auf volle Konfrontation, welche jedoch
vorwiegend auf verbaler Ebene blieb.
Twitter und Medien schäumten im Nachgang ob des Zusammenhalts aller rechter und
konservativer Vertreter, die an diesem Abend anwesend waren. So waren Vertreter von der
Presse, wie Danjiel Majic (Frankfurter Rundschau), an diesem Abend vollkommen überfordert die
unterschiedlichsten Kontakte unter ihren „Feinden“ genau auszumachen.

Alles in allem kann man festhalten, dass der Einstand des Antaios Verlages auf der Buchmesse
nicht hätte erfolgreicher sein können, zumal man als Besucher zu der Auffassung kommen
konnte, das dies das einzig Interessante an dieser Buchmesse gewesen sei. Der Beitrag dieses
Tages zur Bedeutung der neuen Rechten im öffentlichen Diskurs wird noch lange Nachhall finden.

Fotos: Autor

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