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Unterhaltung

Martin Sellner und Brittany Pettibone sind ein Paar!

Einige haben es schon vermutet: Brittany Pettibone und Martin Sellner sind ein Paar!

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Seit Defend Europe war es mysteriös geworden um Martin Sellner (IBÖ). Änderte er doch während der Aktion im Mittelmeer seinen Beziehungsstatus. Die Internetgemeinde war folglich gespannt, wer seine Partnerin sein würde. Am heißesten wurden dabei natürlich die Schönheiten Lauren Southern und Brittany Pettibone, zwei erfolgreiche Aktivistinnen, aus Amerika diskutiert. Natürlich bestand auch die Vermutung, dass es eine Person aus Österreich sein könnte. Jetzt wissen wir jedoch nach einigen Bildern, welche auf Instagram von Brittany hochgeladen wurden, warum sich Martin Sellner auf „Studienreise“ durch die USA machte.

Great to be back in Cali. 🌞

Ein Beitrag geteilt von Brittany Pettibone (@brittpettibone) am

 

Das Verhältnis zwischen den jungen Frauen scheint währenddessen nicht darunter zu leiden. Das junge Paar zeigte sich glücklich bei der Weinprobe – mit dabei: Lauren Southern.

Wine tasting. 🍷

Ein Beitrag geteilt von Brittany Pettibone (@brittpettibone) am

Brittany Pettibone ließ in einem Interview verlauten, dass sie die Beziehungen zwischen den USA und Europa stärken möchte. Jetzt ist ein neuer Grund dafür hinzugekommen.

Foto Brittany Pettibone: Twitter
Foto Martin Sellner: Arcadi Archiv
Brittany Pettibone auf Instagram

Bücher

Wie verändert sich das Leben durch ein Baby?

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Quelle: Verlag

Was sind das denn für putzige Abbildungen? Den Französinnen Shiva Shaffii und Elisa Bastet gelingt mit ihrem Buch über das Elterndasein ganz großes Kino. Die beiden sind Mütter und haben nicht nur die Schattenseiten ihrer Elternzeit auf Papier gebracht, sondern vor allem auch die Neuerungen durch das neue Familienmitglied. Dies geschieht stets augenzwinkernd und mit einer großen Prise Humor. Jede Doppelseite wartet mit lustigen und skurrilen Abbildungen auf. Aus Rotwein wird Muttermilch, aus Ordnung Chaos und aus Tequila Tee.

 

Im Grunde genommen ist das Buch einfach nur ehrlich. Eine ehrliche Abrechnung damit, was man im Leben noch machen kann und was vielleicht doch weggefallen ist durch ein Kind. Kinobesuche oder mal alleine ins Theater? Das geht alles nicht mehr. Trotzdem macht das Werk großen Mut. Die 192 Seiten zeigen auf, dass es kein Unglück ist, wenn man Papa oder Mama wird. Ein Kind bedeutet vielleicht Einschränkung in gewissen Bereichen, aber die Freude über die neu geöffneten Türen ist um ein vielfaches größer. Wer ist also hier angesprochen mit dem Buch? Junge Eltern, Paare, die es noch werden wollen oder werdende Eltern. Sie alle werden mit diesem süßen Büchlein ihre Freude haben und sich wahrscheinlich auch schon wiedererkennen. Und das ist auch gut so.

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Bücher

Unsere Gelesen-Reihe bei YouTube – Die Leuchtkugeln

Spannend bis zur letzten Seite: Die Leuchtkugeln von Horst Lange.

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Kunst

Die Kunststätte Bossard – Nordische Mythen und Tempel der Kunst

Was sich dahinter verbirgt und warum sich ein Besuch lohnt, erfahrt ihr hier.

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Quelle: Autor

„Auf einem Gelände, in der Nähe des Naturschutzparkes in der Lüneburger Heide, soll ein Kunsttempel erstehen. Den Heidewanderern, den sehnsüchtigen jungen Menschen der Großstadt soll zum Naturgenuss der weiten Ebene und des hohen Himmels des niederdeutschen Landes, der Atem Gottes, wie er am reinsten und doch menschennahesten aus dem großen, einheitlichen Kunstwerk quillt, eine schönheitliche Quelle, eine Stätte innerer Einkehr errichtet werden.“

Mit diesen Worten wandte sich das Künstler-Ehepaar Johann und Jutta Bossard im Jahr 1925 an Freunde und Verwandte mit der Bitte um eine Geldspende zur Finanzierung eines „Tempels der Kunst“. Johann Michael Bossard, 1874 in der Schweiz geboren, begann seine Lehrtätigkeit als Professor in Hamburg im Jahre 1907, bei welcher er seiner zukünftigen Ehefrau Jutta Krull begegnete, die als Schülerin unter ihm lernte. Zu dieser Zeit war Bossard bereits von Motiven der nordischen Mythologie fasziniert, die damals im Zuge der Nordischen Renaissance zahlreiche Künster inspirierte (Hugo Höppener alias Fidus, Hermann Hendrich), da die Sagas einerseits nicht so verbraucht waren, wie jene der griechischen Antike, und da sie zudem als Teil der verlorenen Identität der Deutschen betrachtet wurden. Bossard hatte zudem eine persönliche Verbindung zur germanischen Götterwelt: Durch eine Scharlachinfektion erblindete er bereits als Kind auf einem Auge, was in ihm eine Verbundenheit zum einäugigen Magier- und Totengott Odin nährte, mit dem er sich Zeit seines Lebens identifizierte und den er vielfach in Plastik und Bild erschuf.

Der Tempel wurde in einem Waldstück bei Jesteburg tatsächlich erbaut – und er steht noch heute und bildet das Herz der „Kunststätte Museum“ Bossard, die auf großflächiger Anlage noch einen Edda-Saal, Atelier und Wohnhaus, Grabstättte der Künstler, einen Selbstversorger-Garten, eine Skulpturenreihe und nach spirituellen Aspekten gepflanzte Baumreihen umfasst. Die Gesamtanlage verdeutlicht die Nähe der Bossards zur Lebensreformbewegung, die das Religiöse nicht als singulären Akt beim sonntäglichen Kirchgang auffasste, sondern die das gesamte Leben und den Alltag in einen spirituellen Kontext stellen wollte. Die Kunst sollte, ja musste spiritueller Natur sein, sollte eingebunden sein in gemeinschaftliche Arbeit, in gemeinsame Rituale. In seiner Werbeschrift, die auch sozialutopische Ideale der Lebensreform beinhaltete, empfahl er Jugendlichen in seiner Kunststätte ein „Tempeljahr“ abzuhalten, welches der künstlerischen und geistigen Entwicklung dienen sollte. Bossard war sowohl bei der Nähe zur Lebensreform als auch bei dem Wunsch, dieser neuen Religion eigene Tempel zu bauen, geistig nah an dem Diefenbach-Schüler Fidus (Hugo Höppener), der sein Ideal ebenfalls im Tempelbau und in der Schaffung eines Gesamtkunstwerks sah, daß vom „germanischen Geist“ erfüllt sein sollte. Während Fidus jedoch Baupläne zeichnete und das Gesamtkunstwerk schriftlich ausformulierte, hatten die Bossards den ihren längst erbaut und gingen noch weit darüber hinaus.

Odin & Freya

Schreitet man durch das Tempelportal, braucht es eine gewisse Zeit, bis man sich der Überwältigung entledigt, die einen in Anbetracht der erhabenen Bilderflut und der eindringlichen Stimmung erfasst. In schier fassungsloser Farbenpracht sehen wir universell-mythologische Motive, die gemäß der Einladung Bossards und der Lebensreform, den „Atem Gottes hauchen“. Unter dem Tempeldach thront ein gigantisches Holzgebälk, das bis in den kleinsten Winkel bemalt ist. Die hohen Fenster werfen je nach Wetterlage ein anderes Licht, welches den Tempel entweder gleißend illuminiert oder in schattenhafte Dämmerung setzt. Jeder Wechsel des Lichtes ist ein anderes Erleben im Inneren. Was die Bossards hier geschaffen haben, ist das direkte Spürbarmachen des Göttlichen. Für den Tempel schuf Bossard drei Bilderzyklen, die wechselnd aufgehängt werden sollten, die Oliver Fok in seiner Einführung in das Leben und Werk Bossards folgendermaßen zusammenfasst: „Während der erste Zyklus Krieg, Religionen und Untergang thematisiert, wird im zweiten Zyklus der Aufbau dargestellt. Der dritte Bilderzyklus heißt „Das goldene Zeitalter, da Götter und Menschen in Eintracht gewandelt“. Entstanden ist er in den Jahren 1942 und 1943.“ Werktitel wie „Rune des Geistes“ oder „Der gefesselte Prometheus“ sprechen eine klare Sprache.

 

Neben dem Tempel schufen sie den Edda-Saal, der sich ganz konkret den Nordischen Mythen widmete. Die Eingangstür ziert Motive der Wieland-Sage, der Innenraum ist von den Wänden mitsamt der Decke mit Motiven aus der Edda und den nordischen Sagas versehen: wir sehen Thor in seinem Wagen, Heimdall und Freya, Göttervater Odin auf seinem Thron, den fatalen Schuss auf Balder durch die List des Loki und vieles mehr. Dazu sehen wir die Plastiken des einäugigen Odin, die Bossard in empfundener Verbundenheit erschuf.  Durch das Krimhild-Tor geht es in einen dunklen Vorraum, der weiterer in nordischen Motiven schwelgt, auch wenn diese leider bei der herkömmlichen Beleuchtung nur vage zu erkennen sind. Hier ist auch der Aufgang in die obere Etage, die Wohnraum und Atelier verband. Diese Räumlichkeiten sind heute nur in Verbindung mit einer Führung zu betreten. Diese lohnt allemal, denn die Schlaf- und Lebensräume verdeutlichen den kompromisslosen Ansatz der Bossards, der keine Trennlinie zieht zwischen dem Alltag und dem schöpferischen Akt: der Schlafraum folgt stilistisch dem Edda-Saal, gelebt wird inmitten eines Kunstwerks.

 

Das Leben der Bossards wirkt wie ein Gegenentwurf zur Moderne. Sie widmeten ihr gesamtes Leben ihrer Kunst, ihr Leben war ihre Kunst. Beide schöpferisch tätig bis zum Tod; beide taten sie bis zuletzt alles, um das Gesamtkunstwerk zu erweitern und für kommende Tage zu sichern. Eine ähnliche Verpflichtung an das Werk kennen wir in dieser äußersten Form nur von Wagner. Die Bossards lebten zwar das Ideal der Kommune, doch was jenseits der heimischen Wälder an gesellschaftlichem Leben sich vollzog, war nicht in ihrem Sinne. Bossard war stets der Meinung, daß die Kunst vom Suchenenden gefunden werden und der Künstler sich nicht als Hausierer betätigen müsse, der sich selbst herabsetzt, indem er um Käufer und Bewunderer bettelt. Im Leben und in der Haltung die Antithese zu unserer Social-Media-Zeit, die den Bruch zur Tugend erhebt und die sinnenlehrte Vernetzung um ihrer Selbst willen propagiert. Bossards Wahlspruch, der auch im Einführungsvideo des Museums zitiert wird: „Die meinen werden mich schon finden.“. So berichten berufliche Weggefährten von einer „freundlichen Distanz“, die er stets zu Kollegen und Schülern wahrte und die ihn jede gesellschaftliche Verpflichtung meiden ließ. Diese Haltung spiegelt sich auch in seiner Lehrmethode wider, die darauf abzielte, die eigene Kreativität im Schüler freizusetzen und nicht diese zur Nachahmung des Stils und der Methode des Lehrmeisters zu motivieren.

 

Johann Michel Bossard verstarb 1950 im Alter von 74 Jahren. Seine Frau führte die Kunststätte weiter und sicherte den Fortbestand dieser dadurch, daß sie die Stätte in eine Stiftung überführte. Jutta Bossard verstarb im Jahr 1996 im Alter von 93 Jahren. Nach ihrem Tod wurde die Kunsttätte in ein Museum umgewandelt und organisiert für Besucher zugänglich gemacht.

 

Gegenüber dem dem neuen Atelier und dem Holzschuppen, den Bossard für die Lagerung des für Tempelholzes erbaute, liegt die Monolithenallee: ein von Findlingen gerahmter Weg in einen kleinen Hain. Dieser führt zu einem großen Stein, unter dem die Asche von Johann und Jutta Bossard sowie Juttas Schwester, Wilma Krull, ruht, die als gute Seele der Kunststätte das Lebenswerk der Bossards begleitete.

 

Geradezu ironisch mutet es an, wenn man die Umhegung und Finanzierung der Kunsttätte heute betrachtet: Regionalpolitik, Kulturverein und Sparkassenstiftung geben sich hier die Klinke in die Hand und betreiben die Erinnerung an einen Künstler, der, würde er heute mit gleichen Ideen und gleicher Kunst als Professor an einer deutschen Universität wirken, mit Berufsverbot und einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz rechnen müsste. Doch da die Kunststätte etabliert, der Tempel gebaut ist und Besucher schart, geht man in den Bund mit einer Kunst, die man eigentlich ablehnt und versucht, die Themen neu zu besetzen und die impulsgebenden Motive für die Kunst der Bossards in der Außendarstellung möglichst klein zu halten. Die Bossards haben die Zusammenarbeit mit den Nazis stets abgelehnt. Die Unterstützung durch die heutigen Machthaber dürften ihnen ebenso suspekt sein.

 

www.bossard.de

 

Stiftung Kunststätte Johann und Jutta Bossard
Bossardweg 95
21266 Jesteburg

ÖFFNUNGSZEITEN

1.11. bis 28.2.
So 11–16 Uhr

1.3. bis 31.10.
Mi–So 11–18 Uhr

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