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Musik

Inneres Gebirge: Dämmernder Tag

Wir haben uns die Scheibe der außergewöhnlichen Gruppe „Inneres Gebirge“ gegeben und sind begeistert!

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Das Album in limitierter Holzbox.

Inneres Gebirge haben 2017 ihr Zweitwerk „Dämmernder Tag“ veröffentlicht. Die Erwartungen bei den Fans waren nach dem starken Erstling „Schlafender König“ sehr hoch. Wir haben für Euch reingehört und sind begeistert:

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Auslöschung

Die Platte beginnt ruhig mit einem französischen Intro. Schlagwerk. Dann steigt die Schlaggitarre ein. Sepp Funkel beginnt zu singen. Inneres Gebirge sind zurück! Und wie stark! Wir fühlen uns gleich heimisch und lassen uns mit der Musik treiben! Nach wenigen Minuten hört man im Hintergrund eine rufende Stimme. Ekstase bis zum Geschrei. Zum Ende hin setzt auch noch ein Akkordeon ein. In Verbindung mit der Schlaggitarre sehr entspannend.

 

Aufbruch

Das Lied beruht auf dem Gedicht „Aufbruch der Jugend“ des Lyrikers Ernst Wilhelm Lotz, welcher während des 1. Weltkrieges 1914 im Schützengraben fiel. Beschwingte Schlaggitarre zu Beginn. Sepp Funkel mit lieblicher Stimme. Der Gesang mit Hall-Effekt. „Ho-Ho-Hoooo.“ Pure Gänsehaut. Plötzlich setzen Schlagwerke, Flöte und Geige ein. Dazu Klangstäbe. Das Lied gewinnt an Tempo. Wieder der warme „Hooo-Hooo“ Gesang.

Runenberg

Funkels Gesang wird von einer Schlaggitarre begleitet. Wenig später setzen eine Handrassel und eine Flöte beim Haupthema ein. Ohrwurmcharakter! Direkt danach der Einsatz einer Geige. Nur Gesang, Geige und Schlaggitarre spielen. Die Strophen wechseln sich ab. Geige und Flöte mit Handrassel kommen alle zwei Strophen zum Einsatz. Sehr angenehmes, ruhiges Lied.

Nacht

Beschwingter beginnt das Lied „Nacht“. „Sag, wie wird das enden“. Schlagwerk und – gitarre werden mit einer Geige begleitet. Das Hauptthema hat sicherlich das Potential der Plattenhit zu werden. Selten war Inneres Gebirge so belebt und frisch. Der Text macht einfach nur Spaß. Die Geige vollendet das Lied wunderbar. Ein starker Bass und Audioeinspielungen einer Frau verleihen dem Titel Tiefe. Die Nacht und die Ewigkeiten sind Leitthemen des Liedes. Sehr gelungenes Lied und bis hierhin unser Favorit!

Sonnentraum

Exessiver Doppel-Gesang zu einem Gedicht von Stefan George. Intensiv mit Geige, Schlagwerk und Schlaggitarre.16251969_1581591168523657_502467272614670488_o

Berge

Das Lied ist ebenfalls mit einem Gedicht von Hugo Ball vertont und eingesprochen. Es kommt ruhiger daher als der Rest des Albums. Das Hauptthema wird mit Flöte, Geige und intensiverem Gesang gebildet.

Dämmerung

Das Trinklied des Albums. Ab der Hälfte des Liedes intensiviert sich das Stück. Hörenswert! Erinnert uns etwas an „Do der Sumer komen was“ von der letzten Platte.

 

Heimat

Auch dieses Lied beruht auf einem Gedicht. Den Text hat Carl Hauptmann verfasst. Das Lied ist besonders gefühlvoll gesungen. Die Schlaggitarre begleitet das Lied und wird an verschiedenen Stellen durch das Akkordeon begleitet. Dann Glocken zum Abschluss. Schön!

Spiralsterntor

Das Lied beginnt ruhig und langsam und wird immer intensiver. Instrument für Instrument kommt hinzu. Dazu immer wieder „Hey-Rufe“. Dann doch wieder ein Tempowechsel und Einsatz von Geige und Flöte. Das sind die musikalischen Höhepunkte! Die Achterbahnfahrt beginnt aufs Neue und Inneres Gebirge erhöhen das Tempo, um es dann nach einigen Sekunden wieder rauszunehmen. Unglaublich intensives Hörerlebnis.

Vater

Das Lied „Vater“ handelt von Schwermut und beruht auf einem Gedicht von Reinhold Schneider. Hier setzen Gitarre und Geige von Anfang an. Inhaltlich dreht es sich um die Errungenschaften und Erben der Vorväter, welche auch eine große Last darstellen können. Zum Ende hin hört man ein beruhigendes Geigensolo.

Reifträger

Dieses Lied wird von einer Flöte dominiert und das soll gar nicht negativ klingen! Ganz im Gegenteil. Dadurch entsteht eine tolle Atmosphäre.

„Der Geist haucht dunkle Träume aus wie Rauch,

verloren ist die Bande, ist der Brauch.

Ruf den Frühling aus und trag den Reif,

die Stürme der Geschichte wehen weit.“

 Die letzte Strophe fasst perfekt den Tenor des Albums zusammen. Es geht immer wieder um die Vergangenheit und die Erneuerung der Dinge.

Taborlicht

Schlaggitarre und Geige führen das Lied an. Der Gesang ist textlich und gesanglich heroisch gehalten.  Auch dieses Lied wartet mit einem Tempowechsel auf. Das Schlagwerk wirkt dann plötzlich militärischer und gibt den Takt vor. Weiblicher Gesang setzt ein und verleiht dem Lied einen mythischen Aspekt. Sehr gelungen.

„Unser Nachtgesicht im Taborlicht“

Mit diesen Worten und einem Glockenspiel entlässt uns Inneres Gebirge aus ihrem Band.

Fazit

Haben sich die fünf Jahre Warten gelohnt? Ja! Auf jeden Fall! War der Erstling schon stark, so ist „Dämmernder Tag“ ein Hochgenuss für jeden Freund des Dark-Neofolk. Die philosophischen Texte behandeln in erster Linie die Errungenschaften der Alten, die Vergänglichkeit der Momente, aber auch die kommenden Tage und das neue Unbekannte. Inneres Gebirge liefern mit „Dämmernder Tag“ musikalisch eine hochwertige CD ab, welche von den Wechselspielen der Instrumenten lebt und durch tollen Gesang und Vertonung zur Vollendung geführt wird. Klarer Kaufbefehl!

 

Hier gibt es die CD als digitale Version.

Fotos: Inneres Gebirge
Vorschaubild: Autor

 

Yannick Noé ist leitender Redakteur des Arcadi Magazins. Seine Lieblingsthemen sind Politik, Kunst und alle möglichen Bücher. Für Arcadi rezensiert er verschiedene literarische Werke.

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Musik

So magisch ist die neue CD von Neun Welten: „The Sea I’m Diving In“

Neun Welten sind endlich mit neuem Material zurück:

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Neun Welten sind zurück. Nach 8 Jahren wird der Hörer endlich mit neuem Stoff beglückt. 8 Jahre nach „Destrunken“ geht die Band aus Deutschland neue Wege und verändert ihren Sound.

Der Einstieg

11 Lieder enthält das neue Werk „The Sea I’m Diving In“ und beglückt uns das erste Mal mit englischen Liedtexten, einige sind an Edgar Allen Poe angelehnt. Es ist immer noch Neun Welten und trotzdem ist es neu, anders. Aline Deitert, die Violinistin  der Band (unter anderem auch Live-Session Musikerin bei Empyrium), bezaubert von Anfang an mit ihrem Spiel. Neun Welten haben ihren Dark Folk Anteil weiterentwickelt und ihrer Musik nun auch Platz für andere Genre Einzug gewährt.  Hier seien in erster Linie Postrock und Alternative Rock erwähnt.

Reichlich Instrumente

Neun Welten leben von den vielfältigen Instrumenten. Schlagzeug, Aktustik Gitarre, Violine, Klavier und die kürzlich hinzugefügte E-Gitarre ziehen den Zuhörer in den Bann und werden nur noch durch den angenehmen atmosphärischen Gesang  unterstrichen. Das Album regt zum Träumen und Ausruhen an. Mit Neun Welten hat man immer das Gefühl, sich in der Natur oder am Wasser zu befinden, was sicherlich auch wieder durch das tolle Coverart hervorgerufen wird.

Fazit

Wer Neun Welten bisher gern gehört hat, wird mit der neuen CD sicherlich aufhören. Dennoch muss gesagt sein, dass der Sound uns zugänglicher erscheint. Dieser Umstand ist sicher auch dem neuen englischen Gesang zu verdanken. Neun Welten haben ihr Soundgewand erweitert und sind trotzdem immer noch Neun Welten. Besonders gut gefallen hat uns „Nocturnal Rhymes“. Wir empfehlen allerdings abzuschalten, sich hinzusetzen oder hinzulegen und mit Kopfhörern Neun Welten einzuschalten. Eine Reise zu ruhigen Klängen kann im Kopf beginnen. Neun Welten bleiben wie zuvor nichts für zwischendurch. Daher die Empfehlung: Nehmt euch die Zeit und hört das Album komplett!

Fotos: Prophecy Productions

 

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Musik

Das neue Album von 1476: „Our Season Draws Near“:

Neues aus dem Hause Prophecy Productions:

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Und wieder kommt aus dem Hause Prophecy Production eine tolle Scheibe! Diesmal mit der zweiköpfigen Band 1476 aus New England.

Winterliche Stimmung

Die beiden Männer kommen ursprunglich aus dem Genre des Punks und des DIY und lassen dies auch immer wieder auf der sonst so düsteren und „winterlichen“ CD durchblitzen. Auf ihrem dritten Streich „Our Season Draws Near“ liefern sie abwechslungsreiche Kost, die ihresgleichen sucht.  Beginnt das Album mit „Our silver Age“ noch ruhig und athmosphärisch, knallt es dem Hörer bei „Ettins“ ziemlich punkig um die Ohren. Direkt wird klar, hier weiß man, wie man mit Tempowechsel und hartem Sound eine unglaubliche düstere Stimmung erzeugen kann.

 

Von der Band beschrieben als ’schwach leuchtende Kerze des Lebens inmitten winterlicher Kälte und Leere‘ setzt sich das Album mit Erfahrungen von Isolation und Entfremdung und der Vorstellung auseinander, dass ein inneres Feuer unter der gefrorenen Oberfläche schwelt, ein Drang zur Überwindung dieser Hindernisse.
– die Plattenfirma-

Ist das noch Punk?

Diese Frage kann man wohl nicht eindeutig beantworten. 1476 gehen neue Wege und genau das ist die Stärke der Platte, die nicht minder härter geworden ist. Die Band präsentiert sich experimentierfreudig und schafft so ein unglaubliches Gewand der Spannung. Verbunden mit Inhalten der Isolation, der Entfremdung und dem Drang sich zu überwinden, ist dieses Album düster und doch irgendwie auch positiv. Der Gesang wechselt passend zur Musik zwischen Screams und Clean-Vocals. Oft singen beide Musiker parallel und sorgen so für Gänsehautmomente.

Fazit

Unser Fazit: 1476 liefern hier eine unglaubliche CD ab. Die Stücke packen und lassen einen nicht mehr los. Verzweiflung, dunkle Gefühle und doch ein positiver Ausblick wurden grandios in Liedern geformt. Unser Lieblingstitel: Odessa. Kein Lied auf der CD explodiert so herrlich und bäumt sich auf. Für Musikliebhaber ohne Angst vor genreübergreifender Musik ein Pflichtkauf. Der Rest sollte trotzdem mal den Versuch wagen. Eignet sich übrigens auch herrvoragend zum Entspannen und Einschlafen.

 

Fotos: Prophecy Productions

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Musik

Das ist die neue ZetaZeroAlfa: Morimondo

Post aus Rom…

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Hat sich das Warten gelohnt?

Einige Jahre sind ins Land gezogen, bis wir die neue ZetaZeroAlfa endlich in den Händen halten durften. Genauer gesagt: Seit „Disperato Amore“ waren es 7. Also los und direkt in den Plattenspieler geworfen. Nach einem kurzen Intro geht es mit „Luci Blu“ auch schon zum ersten richtigen Lied. Und das knallt! „Luci Blu“ ist ein treibender Song mit toller Ohrwurmqualität, welcher eine „besondere“ Nacht bei Blaulicht beschreibt. Verpackt als Liebesgeschichte, beweisen ZZA hier zudem auch noch guten Humor. „Il Nome Mio“ ist eine Liebeserklärung an Italien. Es wird dazu aufgerufen, sich aktiv am Widerstand zu beteiligen und nicht nur über Probleme zu reden. Besonders cool ist hier gegen Mitte des Liedes der „Lalalala“ Gesang. Wieder ein Stück was ins Ohr geht.

Geht Aufrecht!

„Cresci bene Giovinezza“ beginnt langsamer und ruhiger als die ersten Lieder. Es kommt etwas rockiger daher. Auch hier wird die europäische Jugend beschworen. Der gemeinsame Gruppengesang gegen Ende des Tracks garantiert Gänsehaut. „Ghereghereghez!“ ist deutlich schwerfälliger und metallastiger. Der Bass und auch einzelne Synthies knallen hier härter rein. Thematisch werden den italienischen Kämpfern des ersten Weltkrieges gedacht. Das Lied ist weniger zugänglich.

Nutze das Leben

Im Titellied „Morimondo“ beschreibt ZZA in erster Linie das Leben. Nutze dein Leben und lass es schön sein, ist der Kerngedanke dahinter. Musikalisch geht es in Richtung Country; die Akutsikgitarren lassen grüßen. Passt auch zum Pferd auf dem Cover. „A Difesa Della Torre“ kommt im rockpoppigen Gewand daher und könnte auch hierzulande gut im Radio laufen. „Verteidige den Turm“, egal wer du oder wie alt du bist! Musikalisch sicher mit dem Chor ein schönes Highlight.  In „Per La Siria“, das passend arabisch / orientalisch gehalten wird, geben ZZA ein klares Statement pro Assad ab. Das Lied ist dazu musikalisch purer Metal, inklusiver schöner Gitarrensoli. „Marcia Oppure Crepa“ beginnt mit einem kurzen Orgelpart und geht dann punkig weiter. Textlich simpel geht es um die Märsche und Demos, auf denen man Seite an Seite steht. „Zen Serendepico Zen“ deutet schon im Titel ein spirituelles Thema an. Die Musik gibt voll auf die zwölf und macht großen Spaß.

Was machen die denn da?

Auf „Sotto Bandiere Nere“ geht es ebenfalls hart zur Sache. Die Jungs von Drittacore rappen dein Hirn unter den E-Gitarren und dem Schlagzeug von ZetaZeroAlfa an die Wand. Wichtigstes Thema auch hier: Die Straße und der Zusammenhalt. Sicherlich auch vom Musikalischen her ein Highlight. Bitte mehr davon. „La Grande Vision“ stellt einen starken Einschnitt in das Album dar, da es sich hierbei um ein bewegendes Pianostück handelt. Beigesteuert wurde es vom Künstler „Lebensessenz“. „Kosmos“ stellt das letzte Stück dar und beginnt mit einfachen Synthies und Rauschen, was auch Stimmen sein könnten. Dann wird es elektronisch. Ein besonderer Abschluss für das Album… denkt man! Doch ZZA überraschen uns noch mit einem Hiddentrack: Instrumental und Jazzbar-tauglich!

Fazit

Was haben ZetaZeroAlfa da wieder abgeliefert? Ein wirklich starkes Brett. Das Album nimmt die ersten Minuten eine unglaubliche Fahrt auf und knallt uns einen Hit nach dem anderen um die Ohren. ZetaZeroAlfa beweisen auf den letzten Metern ihres Albums Mut zum Experimentieren und das gelingt! Es ist beeindruckend, wie vielseitig diese Gruppe ist. Mit dem Feature von „Drittacore“ wurde allemal bewiesen, dass ZZA gut und gerne auch ein komplettes Album in diesem Stile machen könnten. Vielleicht dürfen sich Fans darauf ja freuen.

 

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