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Sport & Gesundheit

Fettakzeptanz – Die Degeneration als Massenbewegung (Dünne Menschen empört euch!)

Warum Übergewicht gefährlich ist, wird aufgrund ideologischer „Fat-Shaming“ Debatten oft außer Acht gelassen.

Quelle: Pixabay

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Wie vieles, woran unsere Gesellschaft krankt, begann die Geschichte der Fettakzeptanz um 1968; genauer gesagt 1967 – es trafen sich die ersten 500 Menschen im New Yorker Zentralpark um gegen eine vermeintlichen Hass auf Fette zu demonstrieren. Doch was genau meinten die Personen damit und was hat das mit dem Jahr 2018 zu tun? Springen wir kurz in das aktuelle Jahr: Ricarda Lang ist die Chefin der Grünen Jugend. Beschreiben wir Ricarda Lang mal als äußerst pummelige Frau. Sie fragt in einem Gespräch mit Bento „Ist es so schwer zu verstehen, dass es weder Ihre Aufgabe noch Ihr Recht ist, meinen Körper zu kommentieren?“ Eigentlich gibt es wenig, was den Kern der Fettakzeptanz-Bewegung so kurz zusammenfasst. Aber steigern lässt es sich; es gibt nämlich die „Gesund in jeder Größe“ (Healthy at every size)-Bewegung, die darauf abzielt, dass man selbst mit einem Körpergewicht von jenseits der 300 Kilo noch gesund ist, selbst wenn man sich kaum noch bewegen kann. Die Kernthese ist, dass die Gleichsetzung von „Gesundheit“ und „Leistungsfähigkeit“ eine Verschwörung von dünnen Menschen ist, um die Dicken zu diskriminieren. Das sind die zwei Stufen der heutigen Fettakzeptanzbewegung: „Lasst mich in Ruhe – ich bin gesund – auch wenn ich keine 50 Meter traben kann, ohne zu kollabieren.“

Im Jahr 2014 gab es eine Versammlung von meist stark übergewichtigen Personen, die sich zu einer „Körper-Liebe-Konferenz“ zusammengefunden haben und gemeinsam Waagen zerstört haben. Die unschuldigen Waagen haben vermutlich Zahlen angezeigt, die den Eigentümern nicht gefallen haben. Wissenschaftlich-rationale Fakten wie etwa der Körpermasseindex, der gemäß der Fachleute der Weltgesundheitsorganisation festlegt, dass ab 30 kg/m² ein Menschen übergewichtig ist und in Behandlung gehört.

Das sind Fakten, die sehr wohl sagen „Du bist übergewichtig, bitte tu was.“

 

Es ist auch nicht rational, zu versuchen?

 

Die Frau Lang von den Grünen möchte also nicht auf ihren selbst ausgesuchten und erkonsumierten Körper angesprochen werden, obwohl dieser eindeutig ungesund ist. Die Grünen-Partei jedoch spricht die Leute auf ihr Konsumverhalten an, versucht Menschen vorzuschreiben, dass sie mehr Fahrrad fahren sollen, auf Fleisch verzichten sollen – Dieselverbote, vegetarische Tage, Gendererziehung an den Schulen und weiteres. Ständig wird von der politischen Linken über den „Kohlenstoff-Fußabdruck“ geredet – sie vergessen ihren eigenen Fußabdruck, der inzwischen den Umfang von BigFoot erreicht. Es ist interessant, dass praktisch jeder Bereich im Leben kontrolliert werden soll. Die Fettakzeptanz-Bewegung ist bisher ein Beiboot der Alt-68er Bewegung. Es war relativ unauffällig, trotz seines Umfanges, doch tritt es in letzter Zeit immer weiter nach vorne, obwohl der Bewegung das Laufen schwerfällt. Die Genderbewegung marschiert bereits seit Längerem durch die Institutionen – landesweite Bildungspläne werden inzwischen danach ausgerichtet. Die Fettakzeptanz hat es bisher nur in Berlin zu trauriger Bekanntheit geschafft. Basierend auf einem Beschluss der SPD auf einem Landesparteitag hat man in Teilen von Berlin bereits Programmpunkte für „Fettakzeptanz“ umgesetzt. Auch die SPD-Berlin-Mitte hat in einem Facebookbeitrag vom 23.April 2018 beschlossen, dass Fettakzeptanz als Merkmal ins „Landesantidisikriminierungsgesetz“ aufgenommen werden soll. Die SPD, die in Berlin regiert, plant ein dickes Ding. Sie will „gewichtsdiskriminierende Werbung“ verbieten. Es soll sogar eine „Vereinfachung der Verbeamtung mit hohem Körpergewicht“ geben. Das Problem scheint also bereits überall Fett angesetzt zu haben. Schauen wir doch einmal in das Grundsatzprogramm der Grünen Jugend NRW. Das Grundsatzprogramm sagt Folgendes: „Wir sehen einen Zusammenhang zwischen dem Geschlechterbild in der Werbung und einem übertriebenen Schönheitsideal unserer Gesellschaft. Der starke, sorgende Mann auf der einen und die schöne, immer willige und unterwürfige Frau auf der anderen Seite.“ Schon sind wir mitten in der Debatte.

 

Die Grüne Jugend will also der Gesellschaft vorschreiben, dass Frauen nicht als unterwürfig, schön und willig dargestellt werden dürfen, aber selbst wollen sie keine Kommentare erhalten.

 

Zusammenhang nicht klar!

 

Man will diese verwirrten jungen Leute schütteln und rütteln und sagen: Ja, Schönheit ist ein Ideal, und ja, der Schönheitswahn ist übertrieben. Aber, ihr wollt die Hässlichkeit feiern! Hört auf damit!

Doch weiter im Programm Grünen Jugend: „Diese Rollenzuschreibungen sind nicht nur für beide Geschlechter belastend, sondern führen zum Beispiel auch zu Essstörungen oder einem übertriebenen Sportwahn.“

Klartext: Degeneration soll belohnt werden, Faulheit ist Vorbild, Disziplin soll schlecht, ja verächtlich gemacht werden. Erneut möchte man schütteln und rütteln: Orientiert euch an den Spartanern und an den alten Griechen – ein straffer, muskulöser Körper beweist Disziplin und ist nun einmal schön, auch weil an ihm gearbeitet wurde. Ein schöner Körper beweist Fleiß, beweist das positive Wollen. Das Leitbild muss sein: Mensana in corpore Sano. Zu einem gesunden Geist gehört ein gesunder Körper! Hört auf die Disziplinlosigkeit zu verherrlichen und die hässliche Faulheit gut zu reden. Hört auf, die Gefäßverkalkung, den Herzinfarkt und den Diabetes anzubeten. Fangt bei euch selbst an und ernährt euch gesund.

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Robert Wagner

Übergewichtige Menschen sind also „degeneriert“? Was euer Chefredakteur zu dieser steilen These wohl sagt… 😉

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