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Börse & Wirtschaft

Ein neues Wirtschaftsmagazin? – Wir haben uns „Recherche D“ angesehen

Interessantes wird in „Recherche D“ ans Licht gebracht.

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Das Thema „Wirtschaft“ ist eine Schwachstelle der politischen Rechten. Während man in den Bereichen Zuwanderung, Meinungsfreiheit oder Geschichtspolitik Steckenpferde neurechter Metapolitik bedient, sieht es bei Finanz- und ökonomischen Themen oft spärlich aus.

In keinem Bereich ist die politische Rechte in Deutschland so divers aufgestellt, man könnte es auch uneinig nennen, wie in der Wirtschaftspolitik. Man bedient sich wahlweise links-sozialistischer oder libertärer Elemente, oder spricht wirtschaftlichen Themen als „Materialismus“ jegliche politische Sinnhaftigkeit ab. Das dies den Kern nicht trifft, zeigt, dass sich die ungesteuerte Zuwanderung mittlerweile auch auf den Arbeits- oder den Wohnungsmarkt auswirkt. Auch zwischen Steuerbelastung und Kinderreichtum werden immer wieder argumentative Verbindungen gezogen.

Wirtschaftliche Themen sind also mit den rechten „Lieblingsthemen“ enger verwoben, als mancher denkt. Auch die von den Medien beschworene Trennung der AfD in einen „marktliberalen“ und einen „sozialpatrotischen“ Flügel zeigt, dass sich die Rechte entlang verschiedenen wirtschaftspolitischer Zielsetzungen spalten lässt.

Es tut also not, auch eigene wirtschaftspolitische Standpunkte zu entwickeln. In genau diese Lücke stößt das Projekt „Recherche D“ aus Dresden.

Das Projekt

Recherche D wird von dem Dresdner „Verein Journalismus und Wissenschaft“ herausgegeben. Verantwortlich ist Blaue-Narzisse-Gründer Felix Menzel. Das neue Magazin kann also publizistisch auf erfahrene „alte Hasen“ aus dem Blaue-Narzisse-Umfeld zurückgreifen.

Das Heft

Das 46-seitige A5-Magazin beschäftigt sich in einem Rundumschlag mit verschiedenen wirtschaftlichen Themen. Den Anfang macht ein Aufsatz von Felix Menzel zu Globalkapitalismus und nachbarschaftlicher Marktwirtschaft. Das Heft enthält außerdem ein Interview mit dem Wirtschaftswissenschaftler Prof. Helge Peukert, der an der Universität Siegen lehrt. Darin geht es um Zinspolitik, ein Vollgeldsystem und natürlich die EU. Andere Beiträge befassen sich mit Umweltschutz, Glasfaserausbau und dem Lebensmittelhandel in Zeiten des Web 4.0. Von der Theorie ins Praktische geht es, wenn Carlos Wefers Verástegui mit der osteuropäischen Bettler-Mafia abrechnet. Wenn Felix Menzel unter Rückgriff auf „Über die Revolution“ von Hannah Arendt den Hype um den über 50 Jahre alten und erst jetzt verlegten Arendt-Essay „Die Freiheit, frei zu sein“ zerlegt, führt er den Leser sogar von der knallarten Ökonomie in philosophische Gefilde.

Reaktionen

So jung das Projekt ist – so schnell prasselten die ersten Reaktionen des politischen Gegners auf die Dresdner ein. Das Interview mit Prof. Helge Peukert wurde von links skandalisiert, es folgte eine Distanzierung. Die ganze Geschichte lässt sich hier nachlesen Kurzfassung: In der von Prof. Helge Peukert proklamierten Pluralen Ökonomik soll für alle, vom Marxisten bis zum Libertären Platz sein, nur für Patrioten nicht.

Kaufempfehlung!

„Recherche D“ schließt eine wichtige Lücke im Bereich „Wirtschaft“ und ist eine gewinnbringende Ergänzung der patriotischen Medienlandschaft. Das Einzelheft kostet 6,50€, das Abo 26€. Abo und Einzelhefte können hier erworben werden.

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Robert Wagner
Gast
„Das Thema „Wirtschaft“ ist eine Schwachstelle der politischen Rechten. Während man in den Bereichen Zuwanderung, Meinungsfreiheit oder Geschichtspolitik Steckenpferde neurechter Metapolitik bedient, sieht es bei Finanz- und ökonomischen Themen oft spärlich aus.“ Ehrlich gesagt, ist auch das Thema Meinungsfreiheit eine Schwachstelle neurechter Metapolitik, zumindest wenn ich nach dem gehe, was ich auf den Seiten des hier in Rede stehenden Magazins Recherche D und jenen der Blauen Narzisse selbst erlebe. Dort werde ich mittlerweile sehr selektiv zensiert, interessanterweise v. a. wenn ich mich in einer Diskussion mit anderen argumentativ verteidige. Rechtliche Gründe für eine Zensur, aus denen allein Kommentare von den… Read more »
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