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Politik

Dinge, die wir beim Lesen des JA-Magazins „Distel“ gelernt haben

Wir haben uns das neue Magazin der Jungen Alternative NRW angesehen. Das haben wir dabei gelernt:

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am

Quelle: Arcadi

DISTEL ist das Meinungmagazin der Jungen Alternative NRW und soll zukünftig halbjährlich erscheinen. Es ist nicht im freien Verkauf verfügbar, sondern dient als internes Sprachrohr, welches Mitgliedern der JA, Fördermitgliedern und Interessenten zugesendet wird. Ein Grund mehr, in die Geisteswelt der derzeit spannendsten Jugendorganisation zu blicken und Rückschlüsse zu ziehen.

 

Auch wir sind unbequem, spitz und stachelig.

– Carlo Clemens (Chefredakteur)

Mit diesen Worten begrüßt der JA Landeschef, Carlo Clemens, seine Leser in der ersten Ausgabe. Man kann wohl festhalten, dass er die treibende Kraft war, dieses Projekt zu realisieren. Aber warum braucht es überhaupt in Zeiten der Digitalisierung ein solches Medium? Reichen nicht die zahlreichen Onlinepublikationen, um das Wesen einer Partei, einer Bewegung zu festigen?

Den Anfang machen bekannte Gesichter

Neben einleitenden Worten von Sven Tritschler, dem ehemaligen Bundesvorsitzenden der JA, findet sich auch ein Interview mit dem AfD Abgeordneten Andreas Keith. Mit der Distel sprach er über die Bedeutung der Jungen Alternative für zukünftige Generationen und die Arbeit der Landtagsfraktion in NRW. Insgesamt ist das Interview nach dem letzten Bundesparteitag von Interesse, da hier verschiedene Kandidaten thematisiert werden. Einige von ihnen haben das Rennen sogar für den AfD Bundesvorstand gemacht und wurden gewählt.

#Jungalternativeimpulse

Nach der Wahl des JA NRW Vorstandes waren die Erwartungen hoch. Mit einer ersten Podiumsdiskussion zum Thema Bildung und bildungspolitische Ansätze wollte man der Sache gerecht werden. Mit einer kurzen Veranstaltungszusammenfassung weiß man daher dankenswerterweise, was passiert ist, obwohl man nicht vor Ort war. Endlich muss man sich nicht einmal auf Facebook verlassen.

AfD als Bollwerk gegen Antisemitismus?

In einem groß aufgezogenen Beitrag wird im Heft die AfD als Partei wider dem wachsenden Antisemitismus bezeichnet. Dass sich viele Funktionäre in der Partei ständig darum bemühen, diesen Sachverhalt klarzustellen, ist kein Geheimnis. Schaut man sich zudem unseren Partner, die FPÖ, an, dann wird klar, dass das gemeine Buhlen wenig gebracht hat. Israel möchte nur mit Kurz verhandeln. Eine Anbiederung hat wenig gebracht und auch innerhalb der Partei ist eine jüdische Unterstützung nicht erkennbar. Eine deutsche Partei sollte auch nur deutsche Interessen verfolgen. Die Probleme in fernen Ländern müssen zwar thematisiert werden, aber eine Handlung sollte wohlüberdacht werden. Deutschland und schon gar nicht die AfD haben daher ein Recht, Konflikte in Fernost zu bewerten und zu richten. Es gilt hier das Selbstbestimmungsrecht der Völker.

Zehn Impulse

Es folgen im Mittelteil zehn Impulse, ein Manifest der JA NRW. Und dort gibt man sich kämpferisch, liberal und konservativ. Aber vor allem eines: fundamentaloppositionell. Das macht Mut.

Japan und der Islam

Besonders spannend sind zwei Artikel, die man so in einem Magazin einer als Altherrenpartei verrufenen Organisation nicht zu finden glaubt. Das wäre zum einen ein Reisebericht aus dem Lande der Samurai, Japan, und auf der anderen Seite eine kritische Auseinandersetzung mit dem architektonischen Wesen des Islams. Hier werden zwei verschiedene Baumodelle gegenüber gestellt. Es ist wohl interessant zu sehen, wie verschiedenste muslimische Gemeinden unterschiedliche Bauansätze aufweisen und sich unterschiedlich gut ins deutsche Stadtbild einfügen. Trotzdem sollte hierbei gesagt sein, dass der Islam natürlich nicht nur auf architektonischer Ebene zu kritisieren und abzulehnen ist.

 

Selbstmord eines Volkes

Ist die unkontrollierte Masseneinwanderung nach Deutschland und das ständige Wählen der Altparteien eigentlich gewollter Selbstmord? Dieser Frage geht Nicolai Boudaghi nach, während im nächsten Artikel wissenschaftliche Ethik und das Buch „Das Migrationsproblem“ von Rolf Peter Sieferle thematisiert werden. Auf hohem Niveau wird hier eine Moral gefordert, die sich auf die Wissenschaften stützen soll. Klingt nach dem Gründungsmythos der AfD. Ein Mythos, der leider in einigen Jahren des Parteibestehens immer mal wieder vergessen wurde und den es wiederzuentdecken gilt.

 

Bücher aus der Schatzkiste

Ernst Jünger geht immer. Das dachte sich wohl auch der Autor des Artikels und empfahl so „Den Waldgang“. In einer Zeit, in der die deutschen Konservativen sich neu finden mussten und sich in der inneren Migration befanden, entstand dieses Werk. Natürlich sind wir heutzutage weiter. Es gilt, mutig Gesicht zu zeigen und für seine Ideale endlich einzustehen.

Bedinungsloses Grundeinkommen und Abschluss des Heftes

Bedinungsloses Grundeinkommen: Was auf den ersten Blick sicher gut klingen mag, muss einer wissenschaftlichen Betrachtung standhalten können. Es ist wichtig, dass solche Themen offen diskutiert werden. Gerade die im Heft geführte Debatte zum Thema Schuluniformen macht Lust auf mehr. Es bleibt zu hoffen, dass in einem Heft zukünftig mehrere Meinungen zu einem Thema abgebildet werden. Mögen die besseren Argumente gewinnen! Die Rezensionen im Heft richten sich an gebildete Mitglieder der JA. Hier werden Moral, EU-Zentralismus, Begriffsverwirrungen im Liberalismus und „die Anleitung zum Konservativ-Sein“ von Dr. Alexander Gauland zum Besten gegeben. Die Themenauswahl der Bücher ist stark und doch lässt sie für zukünftige Ausgaben noch Platz nach oben. Wie leben JA’ler? Ist das eigene Leben nicht selbst ein gutes Abbild eines Ideals, was sich auch abzudrucken lohnt? Wo sind die jungen Mütter und Familienväter? Der Handwerker oder vielleicht auch der Alternative, der sich in keine Schublade reinpressen lässt. All das ist Meckern auf sehr hohem Niveau. Die Distel fühlt eine publizistische Lücke. Sie hat das Potential, bundesweit Impulsgeber zu werden. Ich würde mir wünschen, dass das gesamte Sprektrum der JA zukünftig Einzug erhält und dass sich viele Mitglieder freudig an diesem wirklich guten Projekt beteiligen.

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Yannick Noé ist leitender Redakteur des Arcadi Magazins. Seine Lieblingsthemen sind Politik, Kunst und alle möglichen Bücher. Für Arcadi rezensiert er verschiedene literarische Werke.

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Robert Wagnertorben Recent comment authors
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Robert Wagner
Gast
Robert Wagner

Die Junge Alternative als Bollwerk gegen den Antisemitismus? LOOOOOOOL, ich habe lange nicht mehr so gut gelacht Wenn ich daran denke, was ich von diesem völkischen, von Großdeutschland-Fans und NS-Verstehern unterwanderten Haufen schon alles gehört habe, wundere ich mich schon ein bisschen über soviel kaltschnäuzige Chuzpe, die man aufbringen muss, um sich dann als Beschützer und Freund der Juden darstellen zu können. Für einen ersten Eindruck führe man sich folgendes zu Gemüte: http://www.belltower.news/artikel/interview-ein-aussteiger-erzaehlt-%C3%BCber-seine-zeit-bei-der-identitaeren-bewegung-ibster-ib-13457 https://www.vice.com/de/article/qvezqx/mett-kreuze-und-deutschland-erwache-rufe-ein-tag-mit-der-afd-jugend Vielleicht ist ja just dieser offensichtliche, gigantische Graben zwischen großspurig geäußertem Anspruch und unappetitlicher Wirklichkeit der Grund dafür, dass diese verlogene Anbiederung nicht fruchtet. Schon mal… Read more »

torben
Gast
torben

Finde ich geil, dass sie das Logo der Jungsozialisten verballhornen 😀

Ich bin für das bedingungslose Grundeinkommen, wenn man im Gegenzug ganz viel anderes streicht. die GEZ, die Jobcenter, staatliche Förderung von Vereinen und Stiftungen. Bafäg, kostenloses Studium …. etc …

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