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Leben

Die Schönheit des Inneren

Kommst du mit deinem Inneren klar? Bist du mit dir im Reinen? Oder haben wir doch alle damit zu kämpfen, wer wir sind, was wir sein wollen und was wir sein könnten?

Quelle: Pixabay

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Die schönste Kunst, egal in welcher Form, sei es musikalisch oder visuell erfahre ich nie bei der ersten Begegnung. Im Gegenteil, Menschen, die mir auf den ersten Blick hübsch erscheinen verlieren manchmal schon beim dritten Mal Hingucken ihren Reiz.

 

Die wahre Schönheit findet wie guter Wein erst nach einiger Zeit die ästhetische Reife, die mich ein Leben lang begleiten könnte. Vielleicht liegt das aber auch am Kennenlernen des Charakters der dahinter steckt. Wenn der so einseitig ist, wie nicht selten am Aussehen erkenntlich oder wenn er gar eine der Schubladenüberzeugungen und Ideale adoptierte, ist meine Zeit hier falsch investiert.

 

Möchte nicht behaupten, dass man Vielschichtigkeit im Gesicht tragen kann oder das „heart on the sleeve“, doch strahlen von Grund auf zufriedene Menschen, die diesen Status durch Selbstreflexion und der einhergehenden Steigerung des Selbstwertgefühls erreicht haben, eine innere Ruhe und Zufriedenheit aus, die sich gut und gerne auch optisch in ansprechender Weise bemerkbar machen.

 

Die Optik mag eine eigene Sprache haben wie jedes andere Sinnesorgan eine hat, dessen Vokabular sich im Laufe des Lebens erweitert und an persönlicher Note durch Dialekt Individualität verspricht. Was ist dann mit den vielen Models, welche die Gesellschaft scheinbar einstimmig für hübsch befindet? Ist es vielleicht erst die Gesellschaft und deren Propaganda in Fernsehen und Internet, die uns erzieht hübsch zu finden, was uns da präsentiert wird? Ist es wie der Radio“hit“, der sich stündlich in der Playlist eines Senders wieder findet?

 

Ich hab‘ gehört, die Chancen stehen gut, dass sich ein Paar schon irgendwann verlieben wird, wenn man es nur lange genug einsperrt und evtl. isoliert von äußeren Einflüssen. So entstehen zweckmäßige Gemeinschaften, ist das das Ergebnis einer Alternativlosigkeit? Das Stockholm-Syndrom ist nichts anderes. Man muss scheinbar einem Menschen nur die Fluchtmöglichkeit nehmen, schon versucht er sich in seine Umgebung zu adaptieren und passt sich und seine Erwartungen den Umständen an. Ist das nicht letztendlich nur ein Instinkt, der Wille zu überleben?

 

Warum sind die „hässlichen“ Kinder ab einem bestimmten Alter Einzelgänger und mögliche Mobbing-Opfer in der Schule? Sind sie tatsächlich mit minderwertiger Ästhetik geboren oder war da zuerst der zurück gezogene, einsame und traurige Charakter der sie in diesem „hässlichen“ Licht scheinen lässt? Wenn Schönheit von innen strahlt ist es mit Hässlichkeit nicht anders.

 

Wenn nun diese Menschen nicht mit einem Selbstverständnis von Selbsthass aufwachsen (und üblicherweise eine Tendenz zu politisch links-gerichteten Motiven entwickeln) und lernen sich zu akzeptieren, sich vor allem zu vergeben, dann gehen diese Menschen ihren Weg mit zurück genommenen Schultern, einem nach vorne gerichteten Blick, kurz gesagt einer anmutenden Schönheit weiter, die seines gleichen sucht. Und die schlägt ihre Wurzeln dort wo auch Charakter gedeiht.

 

Werden einige Menschen, die übermäßig Alkohol oder Drogen konsumieren, schneller „alt“ und unansprechender weil sich nicht etwa, die dem Körper eingeflößten Chemikalien bemerkbar machen, sondern weil diese Menschen mit sich unzufrieden sind, vielleicht trinken um sich davon abzulenken, und mit diesen Zweifeln unbewusst die Fassade ihres Gefäßes streichen? So wie eine positive oder negative Einstellung das Ergebnis einer Krebsdiagnose, Krankheiten vermeiden oder hervorrufen oder einfach nur den Alltagsverlauf beeinflussen kann, so beeinflusst es auch das was wir nach außen tragen. Und das ist unser schönstes und dennoch leider auch zu oft bestgehütetes Geheimnis, das was uns erst menschlich macht.

 

Und so leben Menschen wie Aliens in ihrem Körper, versuchen ihn zu schützen vor Verfall und übermalen ihre Seele statt sich stolz zu zeigen von ihrer besten Seite. Ein Theaterstück der Menschen, die sich schämen für ihr Innerstes, die sich selber lieber fremdgehen statt Zeit zu verbringen mit dem höchsten Gut. Unter der Oberfläche erwartet dich kein Feind, sondern dein bester Freund, mit dem du dein ganzes Leben verbringst. Also lieb‘ ihn nicht aus Zweckmäßigkeit sondern weil du geehrt bist ihn dein eigen zu nennen.

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