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Politik

Der wahre Skandal um die Marx Statue

Gestern, an seinem Geburtstag, wurde nach 200 Jahren endlich eine Statue von Karl Marx in Trier enthüllt. Ein Geschenk der Volksrepublik China.

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Bilder JA Demo in Trier

Zur Enthüllungs-Party kamen rund 200 Ehrengäste, allesamt gehören sie dem Establishment an, wie die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Vom Proletariat war weder dort, noch bei dem Heer von roten Fahnen hinter ihnen, etwas zu sehen.

Währenddessen demonstrierten die AfD und die Junge Alternative gegen die Verherrlichung des Philosophen und machten auf die Opfer des Sozialismus aufmerksam. Sogar hier, hat „ein breites Bündnis für Toleranz usw.“ eine Gegendemo veranstaltet. Andere demonstrierten wiederum gegen die chinesische Regierung und die dort vorherrschende Menschenrechtslage. Ich bin derweil zu Hause geblieben, und habe mir meine ganz eigenen Gedanken, zu der Geschichte gemacht.

 

Marx kann nichts für dafür, was aus seinen Lehren gemacht wurde

 

Was hat Marx überhaupt gemacht? Er hat zwei, für die Geschichte des Sozialismus wichtige Bücher geschrieben. Das Kapital, indem er die Wirtschaft und vor allem die Arbeitsbedingungen der damaligen Zeit analysiert hat und – zusammen mit Engels – das kommunistische Manifest, in welchem die vermeintliche Lösung dieser Probleme niedergeschrieben wurde. Die Enteignung des Privatbesitzes, insbesondere der Produktionsmittel, mag nicht die richtige Lösung sein. Trotzdem bilden Marx‘ Werke keine Grundlage für die Greueltaten von Mao, Stalin etc. im real existierenden Sozialismus des 21. Jahrhunderts. Ihn dafür verantwortlich zu machen, halte ich daher für falsch.

 

Was würde Marx über die Statue denken?

 

Bei der ganzen Aufregung um die Statue, hat sich niemand über ein ganz besonderes Paradoxon Gedanken gemacht. Das Wirtschaftssystem und die Arbeitsbedingungen im heutigen China ähneln nämlich dem, was Marx im 20. Jahrhundert in Europa vorgefunden hat. Zwar versteht sich die Volksrepublik China immer noch als sozialistisch und ihr Wirtschaftssystem nennt sich „sozialistische Marktwirtschaft“, aber im Grunde haben wir es mit der absoluten Ausbeutung des Menschen, durch kapitalistische Weltkonzerne zu tun.

 

Marx hat gesagt, dass die Proletarier (zu denen er selbst übrigens in keiner Weise gehörte) die Produktionsmittel übernehmen sollten. Ihm war klar, dass es dafür zuerst eine freie Marktwirtschaft geben muss, damit eine Wirtschaft aufgebaut wird, welche später vom Proletariat übernommen und sozialistisch verwaltet werden kann. Zu Marx Zeiten war die Wirtschaft in West- und Mitteleuropa bereits so weit, Russland und China waren aber noch Agrarländer. Umso verwunderlicher war es für überzeugte Sozialisten, dass gerade dort die Revolution gelang.

Die Sowjetunion ging bekanntlich unter, in der Volksrepublik China wurden allerdings bereits in den 80ern Wirtschaftsreformen auf den Weg gebracht.

Man öffnete den Markt unter staatlicher Kontrolle und nannte das alles „sozialistische Marktwirtschaft“. Es sollte durch einen freien Markt, eine funktionierende Wirtschaft entstehen, welche später sozialistisch verwaltet werden kann. Nun müssen die Menschen in China unter den prekärsten Umständen  für Weltkonzerne wie Apple arbeiten, während sich die Parteibonzen ihre Mäuler vollstopfen. Rechte hat der Arbeiter keine. Eine klassenlose Gesellschaft ist das nicht, Marx würde dieses System und damit die Verherrlichung seiner Person, durch die Volksrepublik China, sicherlich ablehnen.

 

 

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