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Sport & Gesundheit

Der Fußballgott mag keine Heuchler

Fußball ist sehr politisch geworden.

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Fußballfans in aller Welt fiebern dem 14. Juni entgegen, wenn die WM in Russland beginnt. Wird es der deutschen Nationalmannschaft gelingen, ihren Titel gegen die 31 gegnerischen Teams zu verteidigen? Doch halt: Nationalmannschaft heißt sie offiziell gar nicht mehr, nur noch „Die Mannschaft“.

 

In patriotischen Kreisen wird die Streichung der Nation aus der Mannschaft als politisch motiviert aufgefasst. Der dafür zuständige DFB-Teammanager Oliver Bierhoff lieferte jedoch eine andere Erklärung. So wie die französische Auswahl in internationalen Fachkreisen als „Les Bleus“ und die italienische als „Squadra Azzura“ bezeichnet wird, so habe sich weltweit für unsere Elf der deutsche Begriff „Die Mannschaft“ etabliert. Dieser sei nun vom DFB offiziell übernommen worden.
Wie auch immer, die Streichung des Begriffes „Nation“ passt ins aktuelle Bild. Bei den drei ersten Titelgewinnen in den Jahren 1954, 1974 und 1990 bestand die Nationalmannschaft ausschließlich aus Männern mit deutschen Wurzeln. 2014 in Brasilien traten im Finale dann erstmals zwei Spieler an, die auch für ein anderes Land hätten auflaufen können. Mesut Özil haben viele Türken nie verziehen, dass er nicht für ihr Team spielt, und Jérôme Boateng hätte sich wie sein Halbbruder Kevin Prince auch für Ghana entscheiden können.

Bei der kommenden WM wird der Anteil von DFB-Spielern mit Migrationshintergrund so hoch wie noch nie sein. Dass sie sich nicht als Deutsche fühlen, zeigt sich schon daran, dass sie sich nicht dazu durchringen können, vor dem Anpfiff die Nationalhymne mitzusingen. Sie spielen für „Die Mannschaft“, weil sie mit ihr bessere Aussichten auf internationale Titelgewinne haben und somit ihren Marktwert steigern können. Und ums Geld dreht sich für die meisten Fußballprofis eben alles. Gleiches gilt für die Politik. Die Globalisierung etwa, deren gesellschaftspolitische Folgen auch den Fußball prägen, hat politisch höchst einflussreiche Profiteure, sonst fände sie nicht statt. Aber wo es Gewinner gibt, gibt es auch Verlierer.

Zwar wird uns über die Massenmedien ständig verkündet, dank der Globalisierung gehe es uns besser denn je. Nur seltsam, dass Deutschland dann so hoch verschuldet wie noch nie ist und dass die Infrastruktur trotzdem immer maroder wird. Die Bundeswehr beispielsweise ist eine bessere Trümmertruppe, Schulen und Straßen sind vielerorts in einem kläglichen Zustand und die Gefängnisse voller ausländischer Straftäter. Um das Wahlvolk davon abzuhalten, wie die Briten mit ihrem Brexit die unerfreulichen Folgen der Globalisierung zu bekämpfen, muss man es also manipulieren. Was wäre dafür besser geeignet als die Moralkeule? Der brave Deutsche will ein guter Mensch sein. Deshalb wird auf allen gesellschaftspolitischen Ebenen immer stärker der angeblich moralische „Kampf gegen rechts“ geführt. Dieser richtet sich aber nicht nur gegen Rechtsextreme. Als „Nazi“ und somit als Inbegriff des Bösen wird im Merkel-Deutschland jeder bekämpft, der sein Heimatland liebt und dessen kulturelle Identität bewahren will. Denn wer ein Patriot ist, wird nicht widerstandlos hinnehmen, dass seine Nation abgeschafft wird, um in den Vereinigten Staaten von Europa aufzugehen. Das aber ist das offen erklärte Ziel der führenden EU-Funktionäre. Die Vereinigten Staaten von Europa wiederum sind eine elementare Vorstufe für das Fernziel des Welteinheitsstaates. Eine Welt, in der es keine Völker oder Nationen mehr gibt und in der sich das Kapital daher grenzenlos entfalten und optimal vermehren kann.

Auch der Fußball, weltweit die Sportart Nummer 1, wird in diesen scheinheiligen „Kampf gegen rechts“ eingebunden. Zwischen Politik und Sport gibt es enge Verbindungen, beispielsweise durch die Staatsgelder, welche die Sportverbände für Übertragungsrechte in den öffentlich-rechtlichen Medien erhalten. Daher lässt sich der Profisport wie übrigens auch der Kulturbetrieb sehr leicht im Sinne der Regierung steuern. Das erklärt, warum sich kaum je ein Sportler oder Künstler öffentlich globalisierungskritisch äußert. Es würde mit großer Wahrscheinlichkeit sein Karriereende bedeuten.

Stattdessen wird das Publikum von willfährigen Profis und Funktionären mit gefühlsduseliger Multikulti-Propaganda dauerbombardiert. Die Mannschaft von Hertha BSC etwa ging vor der Bundesligapartie gegen Schalke im Oktober 2017 aus Protest gegen Rassismus kollektiv in die Knie, Peter Fischer, linksgestrickter Präsident von Eintracht Frankfurt, tönte Ende 2017 in einem Interview, AfD-Wähler könnten nicht Mitglied seines Vereins sein, und Bundestrainer Löw beförderte im März 2018 vor dem Testspiel gegen Brasilien Boateng zum Mannschaftskapitän.
Doch Hertha versagte gegen Schalke komplett, Fischer wurde mittlerweile sein Erfolgstrainer Niko Kovac von Bayern München weggeschnappt und Deutschland verlor mit Kapitän Boateng zum ersten Mal seit langem ein Spiel. Der Fußballgott mag es wohl nicht, wenn sein Sport heuchlerisch für fragwürdige politische Zwecke missbraucht wird.

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Robert Wagner
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Robert Wagner

Seltsam, wie zwanghaft und rücksichtslos von der „patriotischen“ Seite sogar so etwas im Grunde unpolitisches wie der Fußball für völkische Propaganda instrumentalisiert wird. Hinter der Umbenennung der DFB-Auswahl in „die Mannschaft“ stehen nicht finstere Pläne zur Abschaffung der deutschen Nation, zu deren Realisierung die deutsche Bevölkerung durch eine Multikulti-Fußballnationalmannschaft ruhiggestellt werden soll, um einen „Welteinheitsstaat“ zu errichten (was um alles in der Welt soll das überhaupt sein?); sondern lediglich marketingtechnische Überlegungen. Im Englischen, Spanischen, Italienischen und Arabischen ist schon lange von „the/la/el mannschaft“ die Rede. Dieses Wort klingt für ausländische Ohren einfach sehr deutsch (vergleichbar mit Fahrvergnügen, Angst, Zeitgeist oder… Read more »

Robert Wagner
Gast
Robert Wagner

PS: Das hier mit Unwahrheiten hantiert wird, macht die ganze Argumentation nicht unbedingt überzeugender. Der Schuldenstand der öffentlichen Hand in Deutschland ist so niedrig wie lange nicht mehr und kein Land in Europa hat wirtschaftlich mehr von der Globalisierung und dem Euro profitiert – darin sind sich alle Experten einig. Und warum wird Jerome Boateng zu einem weniger loyalen Nationalspieler, weil sein Bruder für Ghana spielt? Was für eine seltsame Argumentation ist das eigentlich?

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