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Kino & Fern

Amazon Prime Geheimtipp: Across the river

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Szene aus Across the River

Nachdem an dieser Stelle jüngst mit „Ostzone“ ein Horrorfilm auf Amazon prime völlig verrissen wurde, kommen wir nun auf einen Film, der zeigt, dass es auch mit einer low-budget-Produktion anders geht: Across the river.

 

Die italienische Produktion aus dem Jahre 2013 handelt von einem Naturforscher, der zurückgezogen im Wald das Verhalten von Wildtieren untersucht. Hierfür stellt er Kameras auf, die allerlei grobkörnige Bilder liefern. Im Rahmen seiner Untersuchungen entdeckt er schließlich ein verlassenes Dorf, von dem er anfangs fasziniert scheint. Als es stark zu regnen beginnt, steigt der Fluss, welcher ihn von der Zivilisation trennt, derart an, dass er vorerst fest sitzt und gezwungen ist, sich dem dunklen Geheimnis des Dorfes zu stellen.

 

Across the river baut eine sehr subtile, eher klassisch handwerkliche Spannung auf und verzichtet dabei vollständig auf sogenannte jump-scare-Effekte. Der Wald als geheimnisvoller Ort ist sicher nicht neu, dennoch schafft der Regisseur es, mit den Tierkamera-Bildern, dem beinahe vollständigen Verzicht auf Dialoge und dem einsamen Schleichen des in sich gekehrten Naturforschers eine dichte Atmosphäre aufzubauen.

 

Die Weite des Waldes wird hierbei zum Gegensatz zu den engen Gassen und den verwinkelten Häusern des Dorfes. Der Film hat, vor allem im zweiten Drittel, einige Längen, in denen insgesamt zu wenig passiert. Gelegentlich ein nächtlicher Schrei, eine Erscheinung, die aussieht, wie ein Mann aber letztlich nur eine aufgehängte Jacke ist, der Erzähler lässt sich Zeit, fast etwas viel. Der Protagonist geht all dem jedoch geduldig nach und ist dabei kaum aus der Ruhe zu bringen. Wie auf der Jagd schleicht er mit dem Gewehr durch die verlassenen Häuser und sucht, was er eigentlich nicht finden will.

 

Im letzten Drittel zieht sich die Schlinge jedoch immer enger zu und das Kammerspiel läuft auf sein finales Moment hin, als Suchtrupps bereits durch den Wald jagen, werden die Schreie, die der Forscher nachts hört, immer deutlicher, die Indizien, dass er nicht allein ist, häufen sich, die dunkle Vorahnung, dass es sich hierbei um keine ihm wohlgesonnene Präsenz handeln kann, deutet bereits der scheinbar fluchtartig verlassene Ort an.

 

Die Hintergrundgeschichte, die teilweise parallel von einem alten Ehepaar erzählt wird, ist solide, aber nicht bahnbrechend. Dies scheint jedoch auch nicht Anspruch des Films zu sein. Es handelt sich um einen handwerklich ordentlichen Horror-Geheimtipp, der mit seiner betont entschleunigten Erzählweise sehr langsam aber dafür sehr nachhaltig Beklemmung beim Zuschauer auslöst.

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